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Laut der Studie „Branchenkompass 2011 Kreditinstitute“ des Beratungsunternehmens Steria Mummert Consulting hat die Bankenfiliale allen neuen Banking-Kanälen zum Trotz ihre Führungsposition nicht eingebüßt und besitzt in den Vertriebsstrategien deutscher Kreditinstitute nach wie vor die Schlüsselposition. 54 Prozent der befragten 100 Bankenentscheider wollen den Filialvertrieb bis 2014 weiter ausbauen. Zudem plant jedes fünfte Kreditinstitut „neuartige Filialkonzepte“ für „bestimmte Zielgruppen“ oder Produktsparten in den kommenden drei Jahren.
Kunden wünschen Vorortberatung
90 Prozent der Banken unterhalten derzeit ein eigenes Filialnetz. Laut dem Beratungsunternehmen konsultieren 80 Prozenten der Kunden bei finanziellen Angelegenheiten ihrer Berater lieber persönlich. „Die Branche steht vor der Herausforderung, moderne Servicedienste über eine Vielzahl unterschiedlicher Vertriebswege je nach Kundenerwartung anzubieten“, weiß Klaus Schilling, Bankenexperte bei Steria Mummert Consulting, um die Herausforderungen im aktuellen Bankengeschäft. Dabei komme der Filiale eine entscheidende Vertriebsrolle im „Kanalvierklang“ zu. Auch künftig werden die Fäden im Bankenvertrieb in der Dependance zusammengeknüpft. Laut Schilling nutzen die Kunden den persönlichen Kontakt zum Berater um die Investitionsentscheidung abzusichern. Die Kombination aus Beratungsqualität, Service und Kondition entscheide letztendlich über den Zuschlag. Etwa die Hälfte der Bundesbürger wechselt inzwischen regelmäßig zwischen unterschiedlichen Kontaktkanälen, um die Bankgeschäfte abzuwickeln. Schilling empfiehlt daher den anbietenden Akteuren im Markt alle Vertriebskanäle in ihre Beratungskonzepte zu integrieren. (BD)

