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Business Process Management kommt in der Chefetage an

Weltweit betrachtet gewinnt Business Process Management in der aktuellen wirtschaftlichen Situation als Mittel für Kosteneinsparungen immer mehr an Bedeutung. Dies geht aus dem aktuellen Capgemini Global Business Process Management Report hervor. Neben dieser Erkenntnis kommt der Report zu dem Ergebnis, dass viele Unternehmen derzeit verstärkt über interne Maßnahmen ihre Margen, die Effizienz und auch die Produktivität zu verbessern versuchen. So wundert es wenig, dass 60 Prozent der Befragten der Meinung sind, dass BPM eine Aufgabe des Top Management ist. Parallel registriert der Report ein weiterhin steigendes Interesse an diesem Thema. Mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer glaubt, dass ihr Unternehmen in den kommenden Jahren mehr Wert auf die Business Prozesse legen wird. Hierzulande liegt der Anteil der BPM-Befürworter und –Aktivisten jedoch nur bei etwas mehr als einem Drittel (36 Prozent). Von höheren Investitionen in diesen Bereich gehen mehr als zwei Drittel aller Befragten aus.

Deutschland sieht BPM als IT-Thema
Mit der Ausnahme des Finanzsektors  wird BPM noch als reines IT-Thema betrachtet. Entsprechend hierzu gaben auch nur elf Prozent der befragten deutschsprachigen Teilnehmer an, dass ihre Führungsetage die Verantwortung für Prozessverbesserungen übernimmt. Laut Capgemini deutet der Anschein darauf hin, dass die IT-Entscheider die Lösungseinführung mit der Begründung einer fehlenden Passgenauigkeit in die bestehenden Applikationslandschaft verhindern. Deutlich seltener verbreitet ist in Deutschland die Ansicht, dass BPM in der Geschäftsleitung angesiedelt sein sollte (45 Prozent).

Social Media treibt das BPM
Durch die zunehmende Interaktion mit Kunden über Social Media-Kanäle gewinnt das Management der Business Prozesse an Bedeutung. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) sieht in der Nutzung der Chancen von Social Media und im zugehörigen Risikomanagement einen wichtigen Geschäftstreiber.

BPM kann Mitarbeiterzufriedenheit steigern
Generell soll das Management der Prozesse dazu dienen, die Produktivität zu steigern. Dies gilt laut den Studienautoren besonders dann, wenn Wachstum bei geringen Investitionen realisiert werden soll. Rund drei Viertel der Befragten stellten fest, dass neben Produktivitätsgewinnen auch die Mitarbeiterzufriedenheit steigt und begründen dies mit der Reduktion von Doppelarbeiten sowie einer verbesserten internen Organisation. Diesem Effekt geschuldet, erwartet mehr als die Hälfte trotz Budgetrestriktionen steigende Investitionen in diesem Bereich.
 
Allen Erkenntnissen über die Vorteile zum Trotz bleibt noch viel zu tun. So fehlt es an der notwendigen Klarheit darüber, wer bzw. welche Abteilung beim Budget den Topf öffnen muss. Weiterhin gab nur jeder fünfte Befragte an, dass die Prozesse im Unternehmen bereits optimiert sind. Probleme bereitet auch die Erfolgsberechnung des Prozess-Managements. Zudem glauben 55 Prozent, dass Arbeiten in getrennten Bereichen die Zusammenarbeit behindere. (BD)

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