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Shared Service Center: mehr Effizienz im Personalwesen

Jedes sechste Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern nutzt im Personalbereich ein Shared Service Centern im Konzernverbund. Bei weiteren zwei Prozent ist der Einsatz einer zentralen Unternehmenseinheit geplant. So lautet das zentrale Ergebnis einer RAAD-Befragung unter mehr als 300 Personalleitern, die in Zusammenarbeit mit SAP Deutschland Ende 2010 durchgeführt wurde.

Die Einführung von Shared Service Centern ist laut RAAD die Umkehrung einer Entwicklung in den 80er Jahren, als vor allen die Dezentralisierung von Prozessen priorisiert wurde. Gerade bei multinationalen Konzernen führten lokal optimierte Systeme zu einer Vielzahl unterschiedlicher HR-Prozesse und Systeme. In der zurückliegenden Dekade gingen die Unternehmen dazu über, Prozesse aufgrund des anvisierten konzernweiten Optimums wieder zu zentralisieren und vereinheitlichen. Bei SAP-Kunden steht im Zuge der Migration auf SAP-ERP-Systeme häufig eine Konsolidierung der System- und Prozesslandschaft an, wie RAAD über die letzten Jahre beobachtet hat.  Für Dr. Christian Wieland, Head of Analytics bei RAAD, bietet die Einführung von Shared Service Centern die Möglichkeit, die Vorzüge des klassischen Outsourcings mit den Vorteilen einer unternehmensinternen Umsetzung zu verbinden. Daneben verfolgen die Firmen mit der Realisierung von Shared Service Centern das Ziel, administrative und transaktionale HR-Dienstleistungen effizienter und kostenoptimaler abziwickeln. Daneben sollen auch die HR-Services verbessert werden. Laut Wieland eignen sich für die Überführung in ein Shared Service Center vor allem Prozesse mit hohem Standardisierungsgrad, die sehr häufig ablaufen und sich durch den Einsatz von IT abbilden oder zumindest unterstützen lassen. So werden laut RAAD-Umfrage vorrangig Lohnabrechnungen, Reisebuchungen oder Reisekostenabrechnungen in die Hände von Shared Service Centern gelegt.

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