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Studie deckt Aufholbedarf bei digitalen Technologien in den Unternehmen auf

Laut den Ergebnissen der Studie „Digitale Transformation: A Roadmap for Billion-Dollar Organizations“ der Strategie- und Transformationsberatung Capgemini-Gruppe in Zusammenarbeit mit dem Massachusetts Institute of Technology (MIT) Center for Digital Business kann die Mehrheit umsatzstarker und global agierender Unternehmen aus der Möglichkeit der Digitalisierung noch keinen Geschäftsnutzen ziehen. Nur etwa ein Drittel bewerte die Umsetzung von digitalen Veränderungen überhaupt positiv. Die Motivation für Digitalisierungsprojekte beruht vornehmlich auf externen Treibern: 72 Prozent der befragten Führungskräfte nennen Wettbewerbsdruck als wichtigste Triebfeder für digitale Veränderungen, gefolgt von wachsenden Kundenanforderungen mit 70 Prozent.

Fehlendes Fachwissen bremst die Transformation
Den größten Hemmschuh bei der Umsetzung des digitalen Wandels sehen 77 Prozent der befragten 157 Führungskräfte im fehlenden Know-how auf der Ebene der Führungskräfte und bei den Mitarbeitern. Für mehr als die Hälfte (55 Prozent) steht die Unternehmenskultur dem Wandel im Weg und bei 50 Prozent hemmt eine zu komplexe und ineffiziente IT die digitale Entwicklung.

Zwei Dimensionen der digitalen Transformation
Der Reifegrad von Unternehmen hinsichtlich ihrer digitalen Transformation ergibt sich aus zwei Dimensionen. In der Ersten geht es laut Capgemini um die zu implementierenden Elemente, wie beispielsweise die Investitionen, die in die Weiterentwicklung des Kundenerlebnisses, des Geschäftsmodells, der Geschäftsprozesse und in die Ausbildung und Ausrüstung der Belegschaft getätigt werden. Die zweite Ebene beschreibt die Art, wie Unternehmen diese Transformation hin zu mehr Digitalisierung vorantreiben. Hierzu zählen Aspekte wie Strategie, Steuerung des Veränderungsprozesses, Beteiligung der Mitarbeiter und Mechanismen zum Monitoring der erlangten Verbesserung.

Ein weiteres Ergebnis der Capgemini-Studie: Die Digitalisierung der Unternehmen kann in vier unterschiedliche Entwicklungsstufen eingeteilt werden:

- Digital Beginners: Die Gruppe ist beim Einsatz digitaler Technologien nicht sehr aktiv und beschränkt sich auf etablierte Errungenschaften wie E-Mails, Internet oder ERP-Lösungen.

- Digital Fashionistas: Wesentliches Kennzeichen der Unternehmen dieser Gruppe ist der Wille zur Wandlung. Sie haben bereits digitale Tools implementiert, ohne hierüber einen nachhaltigen Nutzen erzielen zu können. Es mangelt laut den Studien-Autoren an einer klaren Strategie und einer Vision, um die Elemente des Transformationsprozesses zusammenzufassen.

- Digital Conservatives: Diese Gruppe hat die Bedeutung einer klaren Vision, internem Engagement und Investitionsmanagement erkannt. Diese Erkenntnis drückt sich auch in einem Fahrplanung Richtung Digitalisierung aus. Dennoch scheitern diese Unternehmen daran, ihre Organisation ausreichend zu mobilisieren, um ambitionierte Ziel zu erreichen. Daneben werden externe Partner und Kunden nur sehr zurückhaltend eingebunden.

- Digirati: Die Unternehmen dieser Kategorie können den Wert digitaler Transformationen sehr konkret für sich formulieren. Sie haben eine vereinigende und umfassende Vision für die digitale Veränderung. Sie investieren hier und beherrschen die Steuerung der damit einhergehenden Veränderung. Auch eine neue Unternehmenskultur ist bereits entwickelt worden. (BD)

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