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Spezialisierte Manager die Ausnahme

In Sachen Product Lifecycle Management (PLM) leben deutsche Fertigungsunternehmen in einem deutlichen Widerspruch. Zwar messen sie diesem Thema zu 27Prozent eine sehr wichtige und 34Prozent eine wichtige Bedeutung bei, in Organisationsstrukturen findet sich der Stellenwert aber erst bei wenigen Betrieben wieder. Lediglich in jedem zehnten Unternehmen ist nach einer Umfrage im Auftrag des internationalen Softwarehauses UGS ein spezieller PLM-Verantwortlicher etabliert, bei der Mehrzahl gibt es aber keine Einzelperson, die die in der Regel bereichsübergreifenden Aufgaben koordiniert.

Am häufigsten liegt eine in unter-schiedlichem Detailgrad beschriebene Verantwortung in den Händen der Produktverantwortlichen (14 Prozent), in jeweils etwa jedem zehnten Fall sind die Vertriebsmanager damit betraut. Darüber hinaus zeichnen mal die IT- und FuE-Manager oder die Geschäftsführer selbst für das Thema PLM verantwortlich. Allerdings sind die Zuständigkeiten in zwei von fünf Unternehmen entweder auf verschiedenen Schultern verteilt oderunklar zugeordnet.

Ein ähnlich diffuses Bild zeigt sich bei den Entscheidungskompetenzen. Lediglich jeder fünfte PLM-Verantwortliche, ganz gleich welche Funktion er ansonsten hauptsächlich erfüllt, hält dabei die gesamten Fäden in der Hand. Drei Viertel der Unternehmen bevorzugen in diesem Zusammenhang kooperative Entscheidungen durch enge Abstimmung mit den betroffenen Fachbereichen.

„Die Ergebnisse zeigen, dass das Thema Product Lifecycle Management in seinem strategischen Wert in den Firmen noch nicht ausreichend gewürdigt wird“, sieht Hans-Joachim Ziemer, Leiter Unternehmensentwicklung bei UGS, einen deutlichen Handlungsbedarf. „Die mit den immer komplexeren Produktentwicklungsprozessen und globaleren Lieferantennetzen einher gehenden Schwierigkeiten können ohne anforderungsgerechtes PLM-Konzept und klare Entscheidungskompetenzen bei PLM nicht ausreichend bewältigt werden“, kritisiert er die Zurückhaltung der Unternehmen.

Als eines der Hauptprobleme sieht Ziemer, dass durch die fehlende personelle Zuordnung die notwendigen Impulse für eine strategische Ausrichtung schwierig sind. „Solange PLM hinsichtlich der Zuständigkeiten und damit auch in den Organigrammen nicht klar positioniert ist, besteht die Gefahr, dass beim Product Lifecycle Management letztlich nicht das tatsächliche Wertschöpfungspotentialgenutzt wird“, befürchtet der UGS-Manager.

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