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ADP Employer Service prognostiziert HR-Trends 2010

18.02.10

Kurzarbeit, Entlassungen, Insolvenzen: Wirtschaftlich schwierige Zeiten fordern von den Unternehmen eine optimale Personalarbeit. Denn laut Friedrich Kummer, General Director Sales bei ADP Employer Services, wird das kritische Konjunkturumfeld besonders jene Unternehmen treffen, die bei der Personalarbeit Nachholbedarf haben. Vor diesem Hintergrund nennt Kummer fünf HR-Trends:

Social Media
Die mit der Personalarbeit beauftragten Mitarbeiter sollten ihren Fokus nicht zu stark auf unkoordinierte Social Media-Recherchen legen, da hierbei vor allem die Neugier befriedigt wird. Detaillierte Informationen können bei einem strukturierten Vorgehen schneller identifiziert werden, um sich ein erstes Bild vom Bewerber zu machen. Spezielle Suchmaschinen helfen, die gewünschten Informationen ohne Medienbrüche in die Personalarbeit mit einzubeziehen.

Informationsdefizite erkennen und abstellen
Die Angestellten haben in Krisenzeiten ein erhöhtes Informationsbedürfnis und die Unternehmen sind laut ADP gut beraten, wenn Unternehmensnachrichten über die Hierarchieebenen weitergegeben werden. Besonders die mittelständischen Unternehmen unterschätzen die Wirkung einer monatlichen Ansprache oder E-Mail des Geschäftsführers.

Fachkräftemangel während Konjunkturdellen beseitigen
Namhafte Unternehmen können heutzutage qualifiziertes Personal nicht mehr ausschließlich durch den Namen für das Unternehmen gewinnen. Vielmehr sind heute Strategien zur Fachkräftegewinnung von Nöten.  Auch die Ausbildung des Nachwuchses sowie eine Positionierung zu Themen wie Nachhaltigkeit spielen eine Rolle. Durch ihren Standort und die familiäre Atmosphäre bestehen bei mittelständischen Firmen beste Voraussetzungen für Mitarbeiter, denen die Work-Life-Balance immer wichtiger wird.

Mehr Aufmerksamkeit für den Mitarbeiter als Menschen
Nach der Meinung des Personaldienstleisters sollte es für die Geschäftsführung eines Unternehmens mit bis zu 100 Angestellten kein Problem sein, Hochzeiten, Jubiläen oder Geburten von Angestellten mit der entsprechenden Aufmerksamkeit zu würdigen. Laut Kummer kann ein solches Verhalten nicht mit mehr Gehalt aufgewogen werden und bindet den Mitarbeiter an das Unternehmen. Das Wissen um Hobbies und persönliche Interessen kann auch bei einer Stellenbesetzung oder Projekten sinnvoll angewendet werden. Unternehmen sollten verstärkt auf standardisierte Prozesse setzen, mit denen sich solche Informationen sinnvoll nutzen lassen.

Weiterbildung nicht nach dem Gießkannenprinzip
Unternehmen sollten die Weiterbildung künftig sinnvoller und passgenauer einsetzen. Denn laut Kummer besteht derzeit eine Kluft zwischen Bedarf und Deckung und die Firmen müssen lernen, die Angestellten richtig zu qualifizieren. Hier kann durch den Einsatz entsprechender Lösungen die Qualifikation des Stelleninhabers mit der Anforderung einfacher abgeglichen und die notwendige Ausbildung geplant werden.

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