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Application Management verlangt nach neuen Ideen

19.05.11

Die Applikationslandschaften – nicht nur der großen Unternehmen – wirken mit ihren mehreren Hundert oder teilweise sogar Tausenden Anwendungen und Programmen häufig wie undurchdringbare Dickichte. Deren kontinuierlich notwendige und teure Pflege, Wartung und Weiterentwicklung wird dadurch erschwert, dass die vielzähligen Applikationen in gegenseitigen Abhängigkeiten stehen und ihre Vernetzung nicht transparent ist.

„Diese brisante Mischung aus Komplexität, Geschäftsdynamik und Intransparenz wirkt der Agilität massiv entgegen, die Unternehmen heute brauchen“, beschreibt Michael Maicher, Geschäftsführer des Beratungshauses Ardour Consulting die Situation. Dabei sei das Application Management inzwischen von einer enormen strategischen Bedeutung für die Positionierung im Wettbewerb geprägt. „Dort gilt es, die erforderliche Qualität zur Unterstützung der unternehmenskritischen und damit erfolgsrelevanten Geschäftsprozesse bereitzustellen“, betont der Consultant.

Trotzdem sind die damit verbundenen Anforderungen den Ergebnissen einer Ardour-Studie zufolge in den letzten Jahren nach mehrheitlicher Meinung der befragten Unternehmen „deutlich gestiegen“. Gleichzeitig gibt nur eine Minderheit von Unternehmen dem eigenen Application Management gute oder sehr gute Noten. „Ist dies ein Zeichen dafür, dass die internen Möglichkeiten der Optimierung ausgeschöpft sind?“ fragt Maicher.

In jedem Fall resultiert aus der Komplexität eines der größten Probleme, beispielsweise weil die Applikationslandschaften sensible Abhängigkeitsnetze darstellen, bei denen sich die Modifikation an einer Applikation auf weitere auswirkt. Und daraus folgt für den Unternehmensberater: „Ein intelligentes Application Management verlangt Ideen, damit diese Komplexität nicht zu einem Hemmschuh für die Leistungsqualität wird, sondern im Gegenteil den Wert der Applikationen bzw. des Applikationsportfolios steigert.“

Aus seiner Sicht bestehen aktuell in der Praxis des Application Managements besondere Herausforderungen:

• Insbesondere im SAP-Umfeld fällt die Abgrenzung der Fachaufgabe gegenüber der IT-Aufgabe schwer, weil die Konfiguration und Änderung von Applikationen auf die Benutzerebene gehoben wurde. Damit ist auch die ungeklärte Frage verbunden, wer diese Aufgaben wahrnehmen soll: die IT oder ein Methoden- und IT-Bereich im Fachbereich? Oftmals findet das Application Management im Fachbereich und weniger in der zentralen IT statt.

• Das zunehmende Outsourcing von Application-Management-Funktionen berücksichtigt oft zu stark den Kostenaspekt und weniger die Bedeutung einer optimalen Wartung bzw. Weiterentwicklung einer Applikation und damit indirekt der Geschäftsprozesse.

• Die Gestaltung der Schnittstelle zwischen dem Application Management und dem Infrastrukturmanagement ist häufig nicht ausreichend definiert. Insbesondere ist in der Praxis vielfach offen, welche Aufgaben bei SAP-Landschaften zur sogenannten Basis gehören und welche nicht.

• In der Praxis werden in den Standardsoftware-orientierten Applikationslandschaften die datentechnischen Aspekte vernachlässigt. Unter den Schlagworten „Data Management“ oder „Data Governance“ wird ein unternehmensweites Management von Daten verstanden. Problematisch ist, dass Daten/Geschäftsobjekte ihrerseits quer zu Applikationen und damit zur Organisation vorhanden sind. Daher ist eine bereichsübergreifende und unternehmensweite Verantwortung von Prozessen, Applikationen und Daten schwierig zu gestalten, weil die organisatorischen Verantwortlichkeiten schnell zu einer hohen Komplexität in der Praxis führen oder fachliche Querbezüge in der Aufbauorganisation umfangreiche Abstimmungsaktivitäten erfordern. Als Folge entstehen erhöhte Koordinations- und Abstimmungsaufwände.
 
• Der Übergang von der Entwicklung einer neuen Applikation in ihren Betrieb ist oftmals mit einer Veränderung der organisatorischen Verantwortlichkeiten verbunden. Angesichts knapper Budgets neigen Projektbeteiligte dazu, bei der Qualität der Applikation oder ihrer Dokumentation zu sparen, was später zu Problemen und ungeplanten Mehraufwänden im Betrieb führen kann. Vor allem bei einem Outsourcing erzeugen diese Qualitätsmängel regelmäßig Preis- und damit Kostentreiber.

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