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Bitkom gegen PC-Abgabe für Bild- und Musikkopien

09.08.07

Der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien wehrt sich gegen eine mögliche PC-bezogene Abgabe für das legale Kopieren von Musik und Bildern. Laut Jörg Menno Harms, Vizepräsident des Bitkom, ist eine solche Pauschalabgabe für PCs nicht nur ein herber Schlag für Verbraucher, sondern auch für Händler und Hersteller. Sie führe zu erheblichen Wettbewerbsverzerrungen und werde in keinem europäischen Land erhoben.

Derzeit müssen Hersteller für die meisten verkauften PC-Systeme schon Abgaben an Verwertungsgesellschaften leisten. Ein eingebauter CD-Brenner kostet die Hersteller 7,21 Euro. Bei der DVD-Variante sind 9,21 Euro zu entrichten. Eine zusätzliche Pauschal-Abgabe pro PC käme einer Doppelbelastung gleich.

Ende letzter Woche hatte die Schiedsstelle des Deutschen Patent- und Markenamtes mitgeteilt, dass sie 15 Euro pro Computer, der in Deutschland verkauft wird, für angemessen hält. Bei der aktuellen Auseinandersetzung geht es zunächst um Forderungen aus den Jahren 2002 bis 2005. Nach der Entscheidung der Schiedsstelle prüfen die Hersteller nun gerichtliche Schritte.

Unabhängig vom Streit um eine PC-Abgabe für das legale Kopieren von Musik- und Bilddateien geht noch das Schreckgespenst einer zweiten Abgabe (12 Euro) um. Hierbei dreht es sich um die Fähigkeiten des elektronischen Kollegen, Kopien anzufertigen. Summiert man die bereits gezahlten und geforderten urheberrechtlichen Abgaben auf Computer auf, ergibt sich ein Betrag von 36,21 Euro pro PC.

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