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BITKOM sieht Licht am Ende des Tunnels

16.06.09

Der europäische Hightech-Markt wird sich nach der Meinung des Branchen-Verbandes BITKOM nach einer kurzen Wachstumspause rasch wieder erholen und beruft sich hierbei auf aktuelle Zahlen des European Information Technology Oberservatory (EITO). Der Prognose zufolge wird der Umsatz mit Produkten und Diensten der Informations- und Kommunikationstechnik in der EU in diesem Jahr um 1,7 Prozent  auf 716,6 Milliarden Euro sinken. Im kommenden Jahr ist wieder mit einer leichten Entspannung und einem Wachstum von 0,3 Prozent zu rechnen. Für Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer ist die Wirtschaftkrise zwar nicht spurlos an der Hightech-Branche vorbeigezogen, aber ein großer Schaden ist nicht wahrnehmbar. Die ITK-Industrie entwickle sich damit deutlich besser als die Gesamtwirtschaft, urteilt Scheer.

Als ein Anker erweist sich derzeit die Telekommunikation. Laut EITO wird der Umsatz hier mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent auf  Vorjahresniveau verbleiben. Erkennbar seien allerdings starke Verschiebungen zwischen den Segmenten. Zwar sinke der Umsatz mit Telefongesprächen im Festnetz, aber die Verbraucher verlagerten ihre Telefonie zunehmend auf Handy und Internet, so Scheer. Einen regelrechten Boom erlebten die Datendienste sowohl im Festnetz als auch mobil. Bei den Umsätzen mit Internetzugängen sei in diesem Jahr mit einer EU-weiten Steigerung von rund sieben Prozent zu rechnen. Der Markt für Mobilfunkgespräche werde sich trotz wachsender Nutzerzahlen bei 109 Milliarden Euro stabilisieren. Den Anbietern mache weniger die Krise zu schaffen, als vielmehr der Kampf mit der Brüsseler Regulierungswut, macht Scheer die Probleme deutlich.

Die Umsätze mit Informationstechnik werden in diesem Jahr um 2,2 Prozent auf 296 Milliarden Euro sinken. Der Umsatz mit Hardware fällt nach EITO-Angabe um 6,6 Prozent auf 85,7 Milliarden Euro. In diesem Segment belasten sinkende Preise und die Verschiebung von IT-Investitionen bei Firmenkunden die Umsatzentwicklung. Ein deutlich moderaterer Umsatzrückgang ist bei Software und IT-Diensten zu finden. Hier beträgt das diesjährige Minus nur 0,3 Prozent. Die Höhe der IT-Investitionen der Unternehmen hänge von der Entwicklung der jeweiligen Branchen ab, machte Scheer deutlich. Während die stark unter der Krise leidenden Maschinen- und Fahrzeugbauer zurückhaltender geworden sind, gebe es eine steigende Nachfrage der öffentlichen Hand und der Energie-Versorger. Laut Scheer agieren die Unternehmen sehr überlegt und investieren in Technologien, mit denen die Effizienz gesteigert werden kann. Entsprechend werde der Umsatz mit Outsourcing-Diensten europaweit um 5 Prozent auf 65,8 Milliarden Euro zulegen.

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