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Surften im vergangenen Jahr bundesweit weniger als die Hälfte der deutschen Onliner mit einem breitbandigen Internetzugang, so sind es 2007 knapp 60 Prozent. Damit hat dieser schnelle Zugangsweg unter den Internetnutzern binnen eines Jahres um zwölf Prozentpunkte zugelegt. Das sind die aktuellen Ergebnisse zur Breitbandnutzung im (N)ONLINER Atlas 2007, die die Initiative D21 und TNS Infratest heute in Berlin vorgestellt haben.
Der Anstieg bei den breitbandigen Zugängen ist vor allem auf eine verstärkte Nutzung von DSL-Anschlüssen zurückzuführen. Das schnelle Surfen geht weiter eindeutig zulasten des ISDN-Anschlusses, dessen Nutzung um sechs Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr auf 17 Prozent fiel. Andere breitbandige Zugangstechniken, wie z.B. Kabelmodem, haben sich trotz des intensivierten Ausbaus der Netze noch nicht in größerem Umfang durchsetzen können. Lediglich zwei Prozent nutzen einen Zugang über Kabelmodem. Immerhin ein Prozent der Onliner nutzt als Hauptanschlussart bereits einen mobilen Zugang ins Internet. Über ein analoges Modem wählen sich 2007 noch 15 Prozent der Internetnutzer ein. Das sind sechs Prozentpunkte weniger gegenüber dem Vorjahr.
"Der Preiswettbewerb der Telekommunikationsanbieter hat sicherlich insbesondere im DSL-Bereich maßgeblich zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen. Dies geht wie bereits im Vorjahr deutlich zulasten schmalbandiger Zugänge ins Internet", sagt Hartmut Scheffler, Mitglied des Gesamtvorstands der Initiative D21 und Geschäftsführer von TNS Infratest.
Spitzenreiter bei der Breitbandnutzung unter den Bundesländern ist mit 67 Prozent das Saarland, gefolgt von Nordrhein-Westfalen mit 64 Prozent und Rheinland-Pfalz mit 63 Prozent. Die ostdeutschen Bundesländer (ohne Berlin) haben gegenüber 2006 bei den breitbandigen Anschlüssen überdurchschnittlich aufgeholt. Den höchsten Zuwachs unter den ostdeutschen Bundesländern hat mit 19 Prozentpunkten Sachsen zu verzeichnen, wo inzwischen 54 Prozent mit Highspeed surfen. Brandenburg hat um 17 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr zugelegt und liegt heute bei 48 Prozent Breitbandnutzung. In Thüringen nimmt die Breitbandnutzung um 15 Prozentpunkte zu und liegt heute bei 51 Prozent. Um jeweils 13 Prozentpunkte wuchs die breitbandige Nutzung in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo jeweils 46 Prozent mittels Breitband online gehen.
Die Breitbandnutzung ist bei den Männern und bei den Frauen um jeweils ca. 12 Prozentpunkte gestiegen. Der Abstand zwischen den Geschlechtern hat sich folglich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Auch 2007 nutzen Männer (67 Prozent) deutlich häufiger einen breitbandigen Anschluss als Frauen (51 Prozent). 2007 gilt ebenfalls: Mit steigendem Alter sinkt die Breitbandnutzung, obwohl altersübergreifend Breitband die am meisten genutzte Zugangsart zum Internet darstellt. Der klare Anstieg in allen Altersgruppen - gerade auch bei den Best-Agern, die von einem niedrigeren Niveau starten - ist dabei ein besonders erfreuliches Ergebnis.
