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BSA mit internationaler Vergleichsstudie zur Raubkopie-Nutzung

08.09.11

Nur 20 Prozent aller deutschen Nutzer gaben im Rahmen einer internationalen Studie an, Software ausschließlich oder mehrheitlich über zwielichtige Kanäle zu beziehen. Damit zählen die hiesigen PC-Nutzer laut Business Software Alliance (BSA) zu den ehrlichsten Anwendern weltweit. International betrachtet tendiert fast jeder Zweite (47 Prozent) zu Raubkopien – allen voran die Nutzer aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier versorgt man sich mit den notwendigen Lösungen mittels einer Unterlizenzierung oder deckt den Bedarf über Peer-to-Peer-Netzwerken. Dennoch sprechen sich diese Anwender im Prinzip für den Schutz des geistigen Eigentums aus.
Laut Georg Herrnleben, Senior Director bei BSA, ist die Situation in Deutschland offensichtlich besser als in vielen anderen Ländern. „Doch in einem Land, das von Innovation und technischem Fortschritt als wichtigem Wirtschaftsfaktor lebt, sind 20 Prozent inakzeptabel viel“, so Herrnleben.

Der typische Raubkopiere ist keine echt komische Gestalt

Aus der BSA-Studie können auch Aussagen über die Typologie des Raubkopierers gezogen werden: So ist ein typischer Raubkopierer männlichen Geschlechts, zwischen 18 und 34 Jahren, in einem Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern beschäftigt und verwendet beruflich einen Computer. Laut BSA achtet er prinzipiell das geistige Eigentum und gibt sogar an, es sei wichtig, kreative Leistung entsprechend zu honorieren, da nur so ein Anreiz für weitere Innovationen gegeben ist. Daneben schätzt der typische Raubkopierer legal erworbene Software, da er sie als zuverlässiger und sicherer erachtet.

Der höchste Anteil gewohnheitsmäßiger Urheberrechte-Ignoranten ist laut BSA in China wohnhaft, gefolgt von Nigeria, Vietnam, Ukraine, Malaysia, Thailand, Indonesien, Saudi Arabien, Südkorea und Mexiko. Hier glaubt man, dass Unterlizenzierung oder Peer-to-Peer-Netzwerke legal seien. (BD)

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