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Business Intelligence als Helfer in der Wirtschaftskrise

13.01.10

Business Intelligence (BI) hilft den Unternehmen, die Wirtschaftskrise besser zu überstehen. Nach einer Erhebung des Beratungshauses novem business applications GmbH unter mehr als 200 BI-Anwendern urteilt jedes zweite befragte Unternehmen, dass es mit Hilfe dieser Lösungen die Auswirkungen der konjunkturellen Probleme besser bewältigen kann. Weitere 19 Prozent sehen darin zumindest teilweise eine wichtige Unterstützung. Lediglich in einem Drittel der Firmen bieten sie keine besondere Hilfestellung für diese außerordentlichen Anforderungen.

Unternehmen, die die Business Intelligence-Lösungen hierbei als förderlich erachten, betonen zu 63 Prozent als Nutzeneffekt besonders, damit einen präziseren Blick auf die vorhandenen Stärken und Schwächen erlangt zu haben. Ähnlich viele urteilen, dass sie auf Basis der Datenanalysen einen schnelleren Kurswechsel in den Strategien initiieren konnten. Gleichzeitig geben in der novem-Studie 55 Prozent als ergänzenden Vorteil an, dass sich mittels der BI-Analysen die Ergebnisse von strategischen Entscheidungen besser beobachten lassen. Auch die Minderung des Risikos von Fehlentscheidungen durch exaktere Steuerungsinformationen nennen 57 Prozent als sehr nützlichen Aspekt von Business Intelligence, der gerade unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen seine große Bedeutung für das Unternehmensmanagement zeigt. Zudem werden die Verantwortlichen nach Meinung jedes zweiten Befragten auch darin unterstützt, mutigere Entscheidungen treffen zu können, weil sie durch BI-Auswertungen besser abgesichert sind.

„Die außergewöhnlich schwierigen Entscheidungsverhältnisse für die Unternehmensmanager während der Wirtschaftskrise haben zweifellos auch die Business Intelligence-Lösungen vor eine Bewährungsprobe gestellt“, urteilt novem-Geschäftsführer Anastasios Christodoulou. „Offenbar haben sie dabei mehrheitlich eine gute Figur gemacht, auch wenn BI in vielen Firmen noch längst nicht den gewünschten Durchdringungsgrad erreicht hat und vielfältige Möglichkeiten zur gesicherteren Unternehmenssteuerung noch ungenutzt bleiben.“

Diesen Hinweis auf noch ungenutzte Potenziale bestätigen auch die Ergebnisse der novem-Erhebung, denn die besonderen Anforderungen der Krisenbewältigung haben nach Auskunft der Befragten auch Schwächen der bisherigen Business Intelligence-Strategien zutage gefördert. So geben vier von fünf Unternehmen an, während dieser Zeit unerwartete Defizite in der bisherigen BI-Ausrichtung erkannt zu haben. Für ein Drittel der Firmen bedeutet dies sogar die Notwendigkeit umfassender Optimierungsmaßnahmen. Zusätzliche 47 Prozent sind zu der Erkenntnis gekommen, dass sie in Teilbereichen Verbesserungen vornehmen müssen.

Für Christodoulou ist dabei besonders auch eine stärkere Ausrichtung auf die Unternehmensplanung gefragt. „Die BI-Strategien sind vielfach noch zu sehr auf die optimierte Steuerung des operativen Betriebs ausgerichtet“, urteilt der novem-Geschäftsführer. „Sie müssen sich zusätzlich als Instrument für eine gesicherte Geschäftsplanung verstehen und entsprechende Lösungen berücksichtigen.“ Der Einsatz solcher Planning-Tools bedeute aber nicht nur ein weiteres Wirkungsfeld von Business Intelligence, sondern verkörpere letztlich eine neue Qualität der BI-Strategie.

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