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Centracon identifiziert Symptome für eine zu komplexe Desktop-Infrastruktur

07.01.08

Die Bedingungen im Management der dezentralen Arbeitsplatzsysteme haben nach dem Komplexitätsbarometer des Beratungshauses Centracon im Verlauf des Jahres weiter zugenommen. Danach besteht in fast zwei Drittel der Unternehmen eine zu hohe Komplexität der Client-Systeme. Abgeleitet aus der Beratungspraxis hat Centracon verschiedene Symptome identifiziert, anhand derer sich die problematischen Verhältnisse erkennen lassen:

1. Durch die Vielzahl der Basis- und Spezialanwendungen auf den Arbeitsplatzsystemen entsteht kontinuierlich ein hoher Administrationsaufwand.
2. Updates und Migrationen auf den dezentralen Systemen verursachen regelmäßig Engpässe bei den Ressourcen.
3. Stationäre und mobile Mitarbeiter können nicht flexibel genug mit den erforderlichen Anwendungen versorgt werden.
4. Reorganisationen bewirken grundsätzlich sehr umfangreiche, zeitintensive und kostenträchtige Projekte.
5. Technisch heterogen angelegte Standorte erhöhen die Anforderungen an den verteilten Zugriff.
6. Es bestehen Begrenzungen bei der flexiblen Skalierung lokaler Ressourcen.
7. Es fehlt an einer effizienten zentralen Steuerung der internationalen Standorte.
8. Die wachsenden Security- und Business Continuity-Anforderungen sind in den Infrastrukturbedingungen nicht ausreichend berücksichtigt.
9. Die Anbindung von Lieferanten, Kunden und anderen externen Partnern ist sicherheitstechnisch unzureichend.
10. Eine Standardisierung und Flexibilität lässt sich mit den bisherigen Infrastrukturkonzepten nur schwer vereinbaren.

Smart Client-Architekturen schaffen hier eine optimale Alternative, weil sie die bislang starren, ortsgebundenen Modelle durch flexible Verhältnisse mit geringer Infrastrukturabhängigkeit ersetzen. „Über solche Konzepte werden den Benutzern individuell zugeschnittene IT-Arbeitsplätze quasi als Service aus der Steckdose bereitgestellt, der ihnen an beliebigen internen und externen Standorten on demand zur Verfügung steht“, erläutert Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards. Mit den traditionellen Infrastrukturkonzepten sei dies nicht möglich.

Zum wesentlichen Merkmal der Smart Client-Architektur gehört, dass durch zentrale oder virtuelle Bereitstellung von Arbeitsplätzen und Anwendungen eine modulare Standardisierung ermöglicht wird. Auf dieser Basis lässt sich die in klassischen Architekturkonzepten meist sehr unflexible Zuordnung von Anwendungen und IT-Arbeitsplätzen aufbrechen. „Neben dem deutlichen Gewinn an Flexibilität und Mobilität bewirken Smart Client-Architekturen eine dauerhafte Reduzierung des Ressourcenbedarfs im Arbeitsplatzmanagement, weil sie einen deutlich höheren Grad an Automatisierung schaffen“, beschreibt Gerhards den entscheidenden Effekt. Zudem ließe sich der Weg dorthin ohne große Investitionen durchführen, weil sich die Firmen dabei auf bestehende Techniken und Kompetenzen stützen könnten. „Obwohl die Idee der Smart Client-Architektur eine zukunftsgerichtete Infrastruktur schafft, benötigt deren Entwicklung dadurch keine hohen Investitionen“, urteilt Gerhards. Das Herzstück sei vielmehr das übergreifende Konzept für die innovative Ausrichtung der Infrastruktur.

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