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Client-Virtualisierung gewinnt deutlich an Akzeptanz in den Unternehmen

21.10.09

Die Akzeptanz der Client-Virtualisierung ist in Deutschland innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen, weil sie eine konsequente Fortsetzung der Strategien zur IT-Konsolidierung darstellt. Die Treiber dieser Entwicklung sind nach einer Vergleichserhebung des Beratungshauses centracon vor allem die höhere Flexibilität und das einfachere Desktop-Management. Das bevorzugte Einsatzgebiet für die Client-Virtualisierung sind aber wie vor einem Jahr noch die mobilen Rechner.

Nach der centracon-Studie unter mehr als 300 Mittelstands- und Großunternehmen mit über 50 Mio. Euro Umsatz wird die Client-Virtualisierung für 47 Prozent der Befragten auf jeden Fall dazu beitragen, die IT-Verhältnisse effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Vor einem Jahr waren dies erst 34 Prozent. Weitere 32 Prozent weisen ihr zumindest eine unterstützende Funktion bei den Konsolidierungsabsichten zu. Parallel dazu ist der Kreis der Unternehmen, die einem solchen Nutzen skeptisch gegenüber stehen, von 27 auf 21 Prozent gesunken.

Im stationären Bereich ist diese Technologie aber längst noch nicht so angekommen wie beim Mobile Computing. Dort würden 44 Prozent der Unternehmen mit Projekten ansetzen, während 37 Prozent ihren Fokus auf die stationären Desktops richten. Allerdings ist dieser Abstand innerhalb eines Jahres geschrumpft, als nur 31 Prozent mit den fest installierten Arbeitsplatzsystemen beginnen wollten. Auch der Kreis der Unternehmen noch ganz ohne Interesse an dieser Technologie auf der Desktop-Ebene hat sich binnen Jahresfrist von 14 auf 8 Prozent reduziert.

Als stärkstes Motiv für die Client-Virtualisierung wurde in der centracon-Erhebung der Gewinn an Flexibilität ermittelt (plus 5 auf 64 Prozent). Vor einem Jahr hatte noch das einfachere Desktop-Management die Tabelle der Nutzenvorteile angeführt, das mit 63 Prozent aber auch das Niveau von 2007 leicht verbessert hat. Drei von fünf Firmen führen zudem als Pluspunkte Kostenersparnisse an, die sie damit zu erreichen glauben. In Sachen einer höheren Sicherheit sind die Erwartungen jedoch leicht zurückgegangen (minus 2 auf 44 Prozent). Dagegen gewinnt die Client-Virtualisierung immer mehr an Bedeutung für übergreifende Technologiestrategien. Dieser Aspekt spielte 2007 erst für 38 Prozent der befragten Unternehmen eine Rolle, inzwischen sind es mit einem Zuwachs von 15 Prozent bereits 53 Prozent der Firmen, in deren Augen sich die Realisierung von Konzepten zur Client-Virtualisierung aus mittelfristigen Strategieüberlegungen ableitet.

Allerdings wird diese Technologie nach den Einschätzungen des centracon-Geschäftsführers Robert Gerhards in der Praxis trotzdem noch unter seinen Möglichkeiten bewertet. „Der Nutzen der Virtualisierung ist deutlich größer, weil sich darin eine Vielfalt strategischer Optionen verbirgt, die in ihrer Gesamtheit oftmals noch gar nicht ausreichend erkannt wird.“ Die hauptsächliche Ursache sieht er darin, dass die Virtualisierungstechnologien noch zu wenig aus der Perspektive der Business-Anforderungen betrachtet werden und stattdessen eher als Problemlöser dienen. „Notwendig ist ein breiterer Blickwinkel mit konsequenter Integration in die Gesamtorganisation“, urteilt Gerhards. „Dann treten plötzlich Nutzenaspekte der Client-Virtualisierung zutage, die bei einem rein technologischen Fokus gar nicht erkennbar sind.“

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