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Cloud noch nicht interessant genug für ECM-Anwender

07.04.11

ECM in der SaaS-Variante ist nach einer Studie der d.velop AG derzeit erst für wenige Unternehmen eine interessante Alternative gegenüber der klassischen Inhouse-Implementierung. Allerdings gibt ein Drittel der über 250 befragten Firmen aus dem deutschsprachigen Raum an, dass ihnen das Mietmodell für das Enterprise Content Management noch zu wenig bekannt ist.

Würden die Unternehmen heute vor Neuinvestitionen in eine ECM-Lösung stehen, käme nur eine Minderheit von 13 Prozent auf den Gedanken, statt der herkömmlichen Installation im eigenen Haus auf eine gemietete Applikation zuzugreifen. Weitere 16 Prozent zeigen sich unentschlossen, aber sieben von zehn Verantwortlichen und damit die große Mehrheit könnten sich eine solche Entscheidung nicht vorstellen. Sie präferieren die klassische Methode, bei der die Anwendung samt Betrieb in der eigenen Verantwortung des Unternehmens bleibt.

Doch frei von einer konkreten Investitionsentscheidung ist der Kreis der SaaS-Sympathisanten durchaus etwas größer. So stellt dieses Modell immerhin für 30 Prozent der Befragten zumindest eine interessante und bedenkenswerte Alternative dar, während gleichzeitig die Gruppe mit einer deutlich ablehnenden Haltung lediglich 38 Prozent ausmacht. „Dies zeigt, dass zwar durchaus ein wachsendes Interesse an neuen Betriebsmodellen für ECM-Lösungen besteht, aber einer entsprechenden Entscheidung offenbar trotzdem noch substanzielle Vorbehalte im Wege stehen“, interpretiert Christoph Pliete, Vorstand bei der d.velop AG, die Ergebnisse. „Möglicherweise fehlt es im Markt noch zu sehr an belastbaren Erfahrungswerten, damit sich die Unternehmen beim Enterprise Content Management vertrauensvoll auf ein On Demand-Modell einlassen können“, gibt er zu bedenken.

Für diese Einschätzung spricht auch, dass die typischen Vorteilsargumente für SaaS bei den Befragten durchweg nur eine geringe Zustimmung finden. Lediglich 21 Prozent können sich vorstellen, durch diese Alternative bei den ECM-Investitionen entlastet zu werden, eine Ersparnis beim technischen Aufwand sieht auch nur ein Drittel. Noch weniger bewerten den Nutzen eines standortunabhängigen Zugriffs auf die ECM-Anwendung als vorteilhaft. Einzig dem Argument der schnelleren Projektrealisierung können etwas mehr (38 Prozent) im Falle von ECM in Form eines Cloud-Services folgen.

„Zumindest in der Breite des Marktes scheint die Zeit für SaaS vorerst noch nicht reif genug zu sein, auch wenn im Moment eine intensive Cloud-Diskussion im Markt stattfindet“, schlussfolgert Pliete. Einen weiteren Beleg dafür sieht er in den eigenen Marktkontakten der d.velop. „Es ist ein von der öffentlichen Diskussion etwas getriebenes, aber im Bewusstsein der Unternehmen noch zu wenig verankertes Thema. Weder seitens unserer über 150 Partner noch in unseren eigenen Vertriebsgesprächen ist eine konkrete substanzielle Nachfrage festzustellen.“

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