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COMCO mit Best Practice für Netzwerkanalyse

08.06.09

Die meisten Unternehmen können die Leistungs- und Sicherheitsverhältnisse ihrer internen Netze nicht genau einschätzen. So liegt nach einer kürzlich vorgenommenen Erhebung der COMCO AG der letzte umfassende Check der Netzwerke in vier von fünf Fällen über 12 Monate zurück, bei 42 Prozent sogar zwei Jahre oder noch länger. „Dadurch kann sich unbemerkt im Hintergrund ein Gefahrenpotenzial von erheblicher Tragweite aufbauen“, problematisiert COMCO-Vorstand Friedhelm Zawatzky-Stromberg. Er hat deshalb einen Best Practice Leitfaden mit den erfolgskritischen Faktoren für die Überprüfung und das Management der Unternehmensnetze erarbeitet:

Anforderungen an die Netzwerk-Performance definieren: Abgeleitet aus den Geschäftsstrategien müssen zunächst detailliert die unternehmensindividuellen Strukturen und Anforderungen im Netzwerk-Management herausgearbeitet werden. Damit wird nicht nur eine gesicherte Basis für die konzeptionellen Maßnahmen geschaffen, sondern dies stellt auch die Voraussetzung für eine systematische und effiziente Vorgehensmethodik zur ganzheitlichen Sicht auf das Netzwerk dar.

Die Kostentreiber in der Infrastruktur finden: Die Netzwerke weisen im Regelfall einen bunten Strauß an Technologien und Systemen unterschiedlicher Hersteller auf. Weil sie historisch gewachsen sind und ihnen deshalb oft ein ganzheitliches Konzept fehlt, ist meist keine optimale und wirtschaftliche Ausnutzung der Netzwerk-Ressourcen möglich. Diese ungenutzten Optimierungspotenziale gilt es durch eine konsequente Analyse der Infrastrukturbedingungen sichtbar zu machen und aus den Erkenntnissen die praxisgerechten Handlungserfordernisse abzuleiten.

Realistische Optimierungschancen bei den IT-Services ermitteln: Ein Höchstmaß an Netzwerk-Performance verlangt das enge und anforderungsgerechte Zusammenspiel von technischen Systemen und Services. Dies bedeutet aus Sicht der Services, dass standardisierte und ausreichend automatisierte IT-Prozesse bestehen müssen, die sich an klaren Qualitätsmaßstäben orientieren. Gerade bei einer unzureichenden Standardisierung bestehen meist erhebliche Chancen für Optimierungsmöglichkeiten sowohl auf der Leistungs- als auch der wirtschaftlichen Ebene. Auch durch eine engagierte Ausrichtung auf SLAs als Instrument zur Leistungssteuerung können zusätzliche Potenziale aktiviert werden.

Nach den Security-Schwächen fahnden: Unberechtigte Eingriffe in das Netzwerk bedeuten eine Vervielfachung der Gefahren, weil nicht nur einzelne Informationen und Dateien sondern praktisch das gesamte digitale Wissen angegriffen werden kann. Dies gilt sowohl für externe als auch interne missbräuchliche Zugriffe. Daraus folgt die Notwendigkeit, einen auf den Gefährdungsgrad und die Gesamtrisiken ausgerichteten Schutz zu implementieren. Gleichzeitig muss fachlich und organisatorisch sichergestellt werden, dass dem Sicherheitsstatus des Netzwerks eine permanent hohe Aufmerksamkeit beigemessen wird.

Durch Messungen die Performance systematisch auf den Prüfstand stellen: Studien und regelmäßigen Praxiserfahrungen zufolge fehlt es in den Unternehmen häufig an ausreichenden Messverfahren zur Leistungsqualität in den Netzwerken. Doch ein solches Monitoring ist nicht nur Voraussetzung für alle Optimierungsinitiativen, sondern auch eine wichtige Hilfestellung für den praktischen Betrieb der IT-Infrastruktur. Denn erfolgen konsequente Messungen, lassen sich im Bedarfsfall Korrekturmaßnahmen starten, bevor Benutzer und Geschäftsprozesse von den technischen Problemen beeinträchtigt werden.

Intelligentes Management der IT-Infrastruktur: Die heutzutage hohe Technikabhängigkeit der Unternehmensprozesse verlangt klare Verfahren zur Steuerung und Kontrolle der Infrastrukturbedingungen. Dies muss die gesamte IT-Umgebung mit allen Rechnersystemen (Server, PCs) und aktiven Netzkomponenten umfassen. Hilfreich ist hierbei der bedarfsgerechte Einsatz neuer Netz- und System-Management Technologien, mit deren Hilfe sich die verteilten IT-Ressourcen effektiv analysieren, verwalten und kontinuierlich optimieren lassen.

Transparente Leistungsqualität durch aussagekräftige Reports: Zentrale Anforderung jeder effizienten Leistungssteuerung ist die durchgängige Transparenz der Qualitätsverhältnisse für die Fach- und Business-Verantwortlichen. Dies verlangt die Etablierung konsequenter Reportingstrukturen mit verständlichen Informationen zu den relevanten Netzwerk- und Security-Verhältnissen in einem fest definierten Rhythmus.

Sich auf verbindliche Kennzahlen verständigen: Bewertungen der Leistungsqualität der Netzwerk-Performance und -Sicherheit benötigen klare Maßstäbe, wie sie in Key Performance Indikatoren (KPI) definiert sind. Deren Auswahl sollte aber auf einen überschaubaren Umfang tatsächlich relevanter Messgrößen beschränkt werden, um ein Dickicht an Zahlen zu vermeiden. Die konkreten Werte der Leistungsindikatoren müssen sehr realistisch angelegt sein. Entscheidend ist aber auch die klare Definition der Begriffe, damit eine Vergleichbarkeit und Benchmarking möglich wird.

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