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Das iPhone – Helfer in allen Lebenslagen

20.08.09

Das iPhone ist in aller Munde und es vergeht kein Tag, an dem in den Medien nicht darüber an der ein oder anderen Stelle berichtet wird. Das das Telefon aber auch in allen Taschen zu finden ist, darf bezweifelt werden. Die Möglichkeit, kleine Anwendungen für das Apple-Gerät zu programmieren. Potenzial ist auf jeden Fall vorhanden und der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt, was nicht immer vorteilhaft erscheint. So kam es, dass im entsprechenden Store eine Applikation (App) angeboten wurde, die der spielerischen Pausen-Unterhaltung dienen sollte. Problematisch war der Sinn des Spiels, der darin bestand, ein Baby zu schütteln, bis dieses still war. Nach erfolgreicher Mission erschienen über den Augen  des Säuglings rote Kreuze. Das wenig rühmliche Spielprinzip bescherte der Software eine der kürzesten Lebensdauern. Ganze drei Trag verfügbar, wurde die App nach Protesten wieder aus dem virtuellen Verkaufsraum entfernt.

Doch gerade im Sommer stehen Biergärten als Unterhaltung wieder ganz oben auf feierabendlichen Todo-Listen. Aber das berühmte letzte Bier kann dann schon mal zuviel sein, wenn nicht mitgezählt worden ist. Hier tut Hilfe not, dachten sich die Entwickler der Beer-App und entwickelten ein Tool, die die Getränke per Bierdeckel zählt und den Gesamtpreis berechnet. Ob dieses Tool hierzulande die App-Charts stürmen wird, darf bezweifelt werden. Denn üblicherweise arbeitet der Köbes mit Strichlisten auf ein und dem gleichen Bierdeckel. Im Ergebnis winkt ein günstiger Abend und das Gespräch mit den Ordnungshütern nach der Alkoholkontrolle dürfte so manche  O-Ton-Charts stürmen, denn die Argumentation, das iPhone habe nur ein Bier gezählt, macht jeden zum Clown.

Aber der berauschenden Substanzen nicht genug ist im Store ein Tool unter dem Namen App Cannabis verfügbar. Wer jetzt denkt, bei unseren holländischen Nachbarn hätte ein Shopbetreiber die Zeichen der Zeit erkannt und  nun den Versuch gestartet, einen neuen Vertriebskanal aufzubauen, irrt. Entwickelt wurde der „Drogen-Finder“ von der amerikanischen Aktivistengruppe Ajnag, deren Ziel es ist, den medizinischen Nutzen zu fördern und die Menschen aufzuklären. Die App ist  für 3 Dollar zu erwerben und es bleibt abzuwarten, wann die entsprechenden holländischen Angebote hierüber erreichbar sind.  

Wem, warum auch immer, Informationen des letzten Abends fehlen, kann sich entspannt zurücklehnen, denn auch hier gibt es bereits Hilfe mittels twitterriffic – einem Twitterclient für das iPhone mit dem Wissenslücken aufgefüllt werden können. Derartige Informationen scheinen einer aktuellen Studie zufolge auch das Gros der „Twitter-News“ auszumachen. So sollen laut Studie des Marketing-Unternehmens Pear Analytics 40 Prozent des „Content“ „nichtiges Geschwätz“ sein.

Dass das iPhone vor allem gut ausschaut, ist bekannt und neben dem Business-Einsatz sollen wohl auch hippe Privatverbraucher angesprochen werden. Ob, diese Zielgruppe exhibitionistisch veranlagt ist, müssen erst noch Studien unter Beweis stellen. Indes gibt es bereits Programmierer, die von diesem Verhaltensmerkmal überzeugt sind und ein Tool entwickelt haben, mit dem ein Fotoaustausch möglich ist. Mit „PhotoSwap“ werden Photos willkürlich an andere Nutzer der gleichen App versandt die wiederum mit einem Bild antworten.

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