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Datenqualität behauptet sich auch in der Wirtschaftskrise

23.04.09

Die Bedeutung der Datenqualität leidet auch in der Wirtschaftskrise nicht und führt in den Unternehmen lediglich zu moderaten Einschnitten bei den Projektplanungen. Dies ermittelte eine branchenübergreifende Befragung des Softwarehauses Omikron Data Quality GmbH unter 361 Firmen mit einem Jahresumsatz von über 50 Mio. Euro. Omikron ist ein international tätiges Unternehmen mit Hauptsitz in Pforzheim, das sich auf die Bereinigung von Kunden- und Materialstammdaten spezialisiert hat.

Laut Befragung urteilt rund die Hälfte der Firmen, dass die Relevanz des Themas Datenqualität unabhängig von den Konjunkturbedingungen sei, für 28 Prozent gewinnt es sogar an Bedeutung. Diese Position bestätigt sich auch bei der Frage, ob die Planungen zur Optimierung der Datenqualität Opfer der Wirtschaftskrise und damit allgemeiner Sparmaßnahmen geworden sind. Lediglich bei 2 Prozent der Firmen mit entsprechenden Vorhaben werden die Projekte ganz ausgesetzt, bei weiteren 7 Prozent kommt es teilweise zu Kürzungen. Die deutliche Mehrheit von 32 Prozent kann ihre Maßnahmen jedoch weitgehend wie geplant durchführen.

Konkret will jedes zehnte befragte Unternehmen in diesem Jahr „auf jeden Fall“ Lösungen zur Optimierung der Datenqualität einführen. Zusätzliche 12 Prozent wollen dies „voraussichtlich“ tun, bei ähnlich vielen ist eine diesbezügliche Entscheidung noch nicht endgültig getroffen worden. In zwei Dritteln der Fälle stehen dafür auch die erforderlichen finanziellen Mittel zur Verfügung. Lediglich bei 11 Prozent fehlt es noch an letzten Klarheiten hinsichtlich der Investitionsbudgets.

„Die Erhebung zeigt, dass sich ein Wandel in der Wertigkeit des Themas Datenqualität vollzieht“, interpretiert Omikron-Geschäftsführer Carsten Kraus die Ergebnisse. Er verweist auf die Erkenntnisse aus einer eigenen Studie von 2007, nach der jedes zweite befragte Unternehmen eine Fehlerquote von mindesten 20 Prozent und jedes sechste sogar von mehr als 30 Prozent aufwies. Als Hauptursache für die Mängel in den Kundendaten gaben sie zu zwei Dritteln an, dass es in ihrem Unternehmen an ausreichender Sensibilität für die Qualitätsansprüche fehle. „Unternehmens-Entscheidungen lassen sich aber nur auf Basis sauberer Daten fällen“, mahnt Kraus auch im Hinblick auf die derzeitige Krise.

Weniger hat sich laut Befragung hingegen beim Entscheidungsverhalten der Verantwortlichen verändert. Denn abgesehen davon, dass die Firmen in der gegenwärtig angespannten Lage bei IT-Investitionen stärker auf einen schnellen ROI und krisensichere Anbieter achten, gibt es kaum auffällige Besonderheiten in der Auswahl der Lösungspartner. Im Gegenteil geben sogar 55 Prozent explizit an, dass sich die aktuellen Entscheidungskriterien nicht von denen vor der Wirtschaftskrise unterscheiden würden.

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