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Deloitte-Report sieht IT vor einer veränderten Bedeutung

14.12.09

Laut dem „IT Business Balance Survey 2009“ von Deloitte wird die Informationstechnologie in der aktuellen wirtschaftlichen Situation immer wichtiger, denn ihre Bedeutung für die Unternehmensführung steigt nicht nur im Anwendungsbereich, sondern auch bei strategischen Entscheidungen.

In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) ist das Gleichgewicht zwischen Business und IT noch nicht so ausgeprägt. Ein Viertel der Unternehmen verzichtet auf ein separates IT-Steuerungsinstrument. Auch im, Datenschutz  und -sicherheit wird hier weniger investiert. Ein anderes Bild zeigt sich beispielsweise in Asien. Dort ist das Vertrauen in die Datenschutzfähigkeiten der IT-Abteilungen entsprechend höher. Regionale Unterschiede sind auch im Outsourcing zu finden: Unternehmen aus der Region EMEA lagern die meisten IT-Dienstleistungen aus und legen hierbei besonderen Wert auf formale Vereinbarungen.

Nach der Meinung von Peter Ratzer, Partner Business IT Strategy von Deloitte, lässt sich anhand des Vergleichs der Ergebnissen aus den Jahren 2008 und 2009 ableiten, welchem Wandel die IT unterworfen sei. So sei erkennbar, dass die Bedeutung für die Wertschöpfung zunehme, wenngleich diese Entwicklung noch am Anfang stünde.

IT häufiger der Treiber als früher
Zumeist wird die IT als Unterstützer betrachtet und ist als direkte Folge nur selten Gegenstand von Geschäftsleitungsbesprechungen. Nur 45 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sich die oberste Unternehmensleitung mit IT-Fragen beschäftigt. Regional betrachtet liegt der Asiatische Raum mit 60 Prozent deutlich vor der Region EMEA mit 37 Prozent. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei IT-Steuerungskomitees: weltweit betrachtet besteht ein solches Gremium in 45 Prozent der Unternehmen und auch hierbei ist der asiatische Raum mit 90 Prozent führend.

Darüber hinaus ist der IT-Fachbereich bei weniger als einem Drittel der Befragten maßgeblich für das Initiieren neuer Projekte verantwortlich. Knapp die Hälfte gab an, dass IT-spezifische Projekte über alle Geschäftsbereiche hinweg beschlossen werden. Doch dies könnte sich laut Deloitte künftig ändern, denn viele Unternehmen haben die wertschöpfende Bedeutung der IT erkannt.

EMEA  in Sicherheitsfragen weniger selbstbewusst
Alle Studienteilnehmer nehmen den Datenschutz und die -sicherheit nicht auf die leichte Schulter. Unterschiede herrschen bei der Zufriedenheit mit deren Handhabung.  Ein knappes Drittel der IT-Beauftragten sieht hierbei jedoch noch Nachholbedarf des Top Managements in Sachen Monitoring. In EMEA fühlen sich nur 38 Prozent aller Befragten gegen Betrugs- und Sabotageversuche gut gerüstet – in Asien sind es 65 Prozent.

Outsourcing nach wie vor ein Thema
Knappe Kassen und ein hoher Kostendruck zwingen die Verantwortlichen zum Handeln und die Auslagerung von IT-Dienstleistungen entpuppt sich nach wie vor als probates Mittel. Zum Einsatz kommen sämtliche Varianten des Outsourcings, am häufigsten jedoch die Vergabe abgegrenzter Aufgaben an Spezialisten. Etwa zwei Drittel gaben an, die formalen Verträge mit Dienstleistern abzuschließen – ein Drittel vertraut auf Service Level Agreements. Beim Outsourcing führt EMEA den Ländervergleich an.

Für die Studie „IT Business Balance Survey 2009“ wurden weltweit 1.868 IT-Verantwortliche befragt.

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