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Dienstleister mit Produktivitätsverlusten durch heterogene Business-Anwendungen

03.08.09

In den Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen herrschen überwiegend heterogene Verhältnisse bei den Business-Anwendungen. Nach einer Befragung der ORGA GmbH, die in 246 Unternehmen dieser Branche durchgeführt wurde, führt dies bei über 50 Prozent der Unternehmen zu Einbußen in der Produktivität. Vor allem Applikationen mit projektbezogen Abläufen erweisen sich dabei aufgrund ihrer unzureichenden Integration als Kostentreiber.

Nach einer Erhebung der ORGA sind annähernd in jedem zweiten Dienstleistungsbetrieb Anwendungen im Einsatz, die von den unterschiedlichsten Herstellern stammen. Ein Datenaustausch zwischen den einzelnen Softwareprodukten ist, wenn überhaupt, nur unzureichend gewährleistet. Dies trifft gerade mal auf 31 Prozent der befragten Unternehmen zu. Eine überwiegende oder gar vollständige Integration gehört zu den Ausnahmen: dies ist lediglich bei jedem vierten Dienstleistungs-unternehmen und Beratungshaus der Fall.

Hauptsächlich fristen die Applikationen ein abgeschottetes Dasein, die mit der Realisierung von Projekten in Zusammenhang stehen. So ist das Skill- und Ressourcenmanagement in drei Viertel der Dienstleistungsfirmen eine Anwendungsinsel. Nicht viel besser sieht es bei der Integration von Anwendungen für das Projektmanagement und Projektcontrolling aus. Aber auch bei der Vertriebsabwicklung sowie der Leistungserfassung und Abrechnung von Projekten stützen sich drei von fünf Unternehmen auf Software-Programme, die isoliert dastehen.
Selbst die Fakturierung wird oftmals noch als eigenständiger und separater  Vorgang durchgeführt. Fast die Hälfte der befragten Unternehmen nutzt noch eine solche Insellösung. Bei den Fakturierungslösungen ist daher eine Integration noch nicht selbstverständlich. Sie besteht aber immerhin schon in 56 Prozent der befragten Unternehmen.

Nach eigener Aussage der Dienstleistungs- und Consulting-Firmen sind oft deutliche Produktivitätsnachteile die schmerzhafte Konsequenz der heterogenen Bedingungen. Die Effizienzeinbußen haben in jedem fünften Fall sogar eine Größenordnung von über 20 Prozent, bei einem weiteren Drittel der Unternehmen liegen sie zwischen 11 und 20 Prozent. Von relativ günstigen wirtschaftlichen Verhältnissen aufgrund des hohen Integrationsgrades der Business-Anwendungen sprechen hingegen nur drei von zehn der Service- und Beratungsanbieter.

„Die Untersuchung zeigt den dringenden Handlungsbedarf bei den Dienstleistungsunternehmen. Die Margen werden durch den Druck des Wettbewerbs immer geringer, umso wichtiger ist es die Effektivität und Effizienz der administrativen Geschäftsprozesse zu erhöhen“, erklärt Ralf Gresch, Produktmanager bei der ORGA. Gleichzeitig verweist er darauf, dass nicht nur die wirtschaftlichen Nachteile zu Buche schlagen, sondern auch qualitative Aspekte eine erhebliche Rolle spielen. „Das Kerngeschäft der Dienstleistungsunternehmen und Beratungshäuser ist die Durchführung von Projekten, angefangen bei der Angebotsabgabe über die Projektabwicklung bis hin zur Rechnungsstellung. Durch fehlende Integration entsteht ein erhebliches Risiko in der Qualität des Datentransfers. Negative Auswirkungen auf den Kernprozess sind vorprogrammiert“, warnt Gresch. „Übertragungsfehler sind ein häufiger Auslöser für mangelhaft durchgeführte Geschäftsabläufe.

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