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Drei Viertel der Hightech-Branche erwarten ein Umsatzplus

12.07.11

Die aktuelle Konjunkturumfrage gibt Grund zur Freude: etwa drei Viertel der in Deutschland ansässigen Hightech-Unternehmen rechnen für das laufende Kalenderjahr mit einem Umsatzwachstum. Bei 14 Prozent sollen die Umsätze stabil bleiben und nur zwölf Prozent kalkulieren mit einem nach unten gerichteten Umsatzpfeil. Dies geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Branchenverbandes BITKOM hervor. Allein im zweiten Quartal verzeichneten zwei Drittel der befragten Unternehmen im Vergleich mit der Vorjahresperiode eine Zunahme der Umsätze.
 
Hardware-Hersteller im Plus

Laut dem Branchenbarometer erfreuen sich  die Anbieter von IT-Dienstleistungen (IT-Beratung, Outsourcing Services u.a.) einer starken Nachfrage. 76 Prozent dieser Unternehmen konnten ihre Umsätze im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum ausbauen. Für den BITKOM überraschend positiv läuft auch das Geschäft der Hardware-Anbieter: für knapp zwei Drittel (65 Prozent) der Hersteller summieren sich die Abverkäufe zu einem Umsatzplus für das zweite Quartal dieses Jahres. Für BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf ist diese Entwicklung vor allem dem Impuls durch die Tablet-PCs geschuldet, die sich in kürzester Zeit als eigenständige Geräteklasse etabliert haben. In wie weit sich die Gewinnsituation der Hardware-Hersteller geändert hat, teilte der Verband nicht mit und stellte lediglich fest, dass sich das Hardware-Segment durch einen harten Preiswettbewerb kennzeichnet.
 
2011 soll ein gutes Jahr für die Branche werden

Auf das ganze Jahr geschaut, zeigen sich die IT-Dienstleister besonders optimistisch. Deutlich mehr als drei Viertel (82 Prozent) erwarten mit Blick auf das Interesse an Cloud Computing steigende Umsätze. BITKOM-Berechnungen zufolge stieg hierbei der Umsatz um rund 55 Prozent auf satte 3,5 Milliarden Euro. Der Verband schätzt, dass der Cloud-Markt bis 2015 auf 13 Milliarden Euro anwächst. Ähnlich optimistisch zeigen sich auch die Software-Hersteller: in diesem Segment rechnen drei Viertel mit höheren Umsätzen. Im Hardware-Bereich sind es noch 73 Prozent.

Fachkräftemangel dämpft Wachstum

Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der befragten Hightech-Unternehmen will in diesem Jahr neue Arbeitsplätze schaffen und weitere 28 Prozent wollen nicht an der Personalschraube drehen. Allen voran suchen die IT-Dienstleister und Software-Häuser nach neuem Personal. Nach den Konsequenzen des latenten Personalmangels gefragt, gab mehr als die Hälfte der Unternehmen (59 Prozent) an, dass fehlendes Fachpersonal das Wachstum hemme. Der BITKOM schätzt, dass fehlendes Personal das jährliche Wachstum um einen Prozentpunkt bremst. Derzeit sind rund 29.000 Stellen für Informatiker innerhalb der deutschen Wirtschaft nicht besetzt. Jedoch greift der ausschließliche Blick auf die Statistik der Arbeitsmarktzahlen zu kurz. „Die Statistik gibt das Verhältnis von Angebot und Nachfrage eben nur quantitativ wieder. Und wegen des vermeintlich noch größeren Angebots an Arbeitskräften ist es uns bisher nicht gelungen, die Regierung davon zu überzeugen, dass die Zuwanderung von Spitzenkräften erleichtert werden muss“, so der BITKOM-Präsident Kempf. „Es ist völlig unverständlich, dass Ärzte und Ingenieure von der Vorrangprüfung ausgenommen werden sollen, Informatiker jedoch nicht.“ (BD)

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