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Egip-Studie: Geschäftsbereiche fordern verstärkt mehr Eigenständigkeit bei der Prozessgestaltung

31.05.07

Immer mehr Fachbereiche der Unternehmen würden die Gestaltung ihrer Geschäftsprozesse lieber in Eigenregie vornehmen, statt diese Projekte der IT-Abteilung zu überlassen. Nach einer Vergleichsstudie der egip Software AG reklamieren 46 Prozent der Bereichsleiter eine „deutlich höhere“ Selbstständigkeit in der Prozessgestaltung und weitere 35 Prozent etwas mehr Eigenständigkeit. Vor einem Jahr lag die Zahl der Fachbereichsverantwortlichen, die für eine größere Unabhängigkeit von der IT plädierten, noch insgesamt 10 Prozent niedriger. Lediglich jeder Fünfte sieht das Prozessthema bei den Kollegen aus der Informationstechnik unverändert gut aufgehoben und fordert für sich keine höhere Projektautonomie.

Hintergrund dieser Selbstständigkeitsbestrebungen ist eine wachsende Unzufriedenheit über die schwierige Kommunikation mit der IT-Abteilung zu den fachlichen Anforderungen der Geschäftsprozesse. 62 Prozent der Manager in den Fachbereichen sind nach der egip-Erhebung der Auffassung, dass sie sich von den Vertretern der Technik nicht ausreichend verstanden fühlen. Für etwa die Hälfte von ihnen besteht diese Situation sogar „meistens“. Weitgehend zufrieden mit der Einsicht der IT in die fachlichen Ansprüche der Geschäftsprozesse sind nur noch 38 Prozent der Abteilungsverantwortlichen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Kreis der Zufriedenen damit nochmals um 4 Prozent gesunken.

Als weitere Kritik geben die Befragten in vermehrter Zahl zu Protokoll, die Geschäftsprozesse seien zu IT-lastig angelegt. Jeder Fünfte sieht durchgängig eine zu übermäßige technische Dominanz in den Lösungen. Weitere 40 Prozent beklagen dies für einen Teil der bisher realisierten Projekte. Kein Grund zur Klage über den technischen Fokus der Prozessgestaltung besteht nur für 39 Prozent der befragten Fachbereichsleiter, dies sind allerdings sechs Prozent weniger als vor Jahresfrist.

„Vielfach wurde offenbar noch keine ausreichende Antwort darauf gefunden, dass die zahlreich vorhandenen langlaufenden und personenzentrierten End-to-End-Prozesse nicht befriedigend mit einer IT-gesteuerten Automatisierung von Datenflüssen unterstützt werden können“, bewertet Benjamin Schiller, Vorstand der egip Software AG, die Ergebnisse. Dies erfordere ergänzende Tools, mit denen sich die spezifischen Abläufe bedarfsgerecht modellieren und transparent steuern lassen. „Solche Lösungen sind in den Fachabteilungen vielfach besser aufgehoben, weil dort die fachlichen Prozessanforderungen am Besten abgebildet und erforderliche Änderungen schneller umgesetzt werden können, ohne jeweils umfassende Projekte initiieren zu müssen“, erläutert Schiller.

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