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Elektronische Rechnungsstellung in Deutschland noch Mangelware

10.06.10

Die elektronische Rechnungsstellung gewinnt in Deutschland nur langsam an Boden. Dies brachte nun eine Studie des Marktforschungsunternehmens AddValue im Auftrag des Lösungsanbieters Itella ans Licht. Ihr zufolge werden 48 Prozent der befragten Unternehmen in den kommenden zwei bis drei Jahren ausschließlich Papierrechnungen versenden. Auf der „Akzeptanzleiter Invoicing“ rangieren deutsche Unternehmen im Europavergleich im unteren Mittelfeld. In Finnland erwarten nur elf Prozent eine papierbasierte Rechnung in der nahen Zukunft. In England sind es etwa ein Viertel der Unternehmen, die auf elektronische Rechnungen verzichten. Viele oder gar hauptsächlich elektronische Rechnungen sieht nur jedes vierte deutsche Unternehmen in den nächsten Jahren auf sich zukommen.

Potenzial beim Rechnungseingang
Auch im Rechnungseingang gibt es in Deutschland noch Optimierungspotenzial. Der Nutzen dieses Verfahrens ist zwar in den Entscheiderköpfen angekommen, doch werden erst 40 Prozent der anfallenden Rechnungen nach der Bearbeitung zum Archivieren digitalisiert.

Vom Gesamtrechnungsaufkommen wird hierzulande deutlich weniger als jede fünfte Rechnung (16 Prozent) vor der Bearbeitung gescannt – lediglich zwei Drittel davon zur weiteren Verarbeitung. Mit einem Anteil von 44 Prozent aller Rechnungen, die überhaupt nicht digitalisiert werden, rangiert Deutschland am Ende der untersuchten Länder.

Für die Befragung wurden über 4.700 Unternehmen aus 16 europäischen Ländern um ihre Meinung gebeten.

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