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Erfolgskomponenten für das Controlling in der Kosmetik-Produktion

24.06.14

Auch in der Kosmetikindustrie gewinnt das Produktionscontrolling als Instrument zur Leistungssteuerung eine deutlich wachsende Bedeutung. Sein Ziel besteht darin, die Effizienz der Produktionsprozesse messbar zu machen und anhand der ermittelten Kennzahlen mögliche Optimierungspotenziale zu identifizieren. Aber auch die Vergleichbarkeit der Performance in den verschiedenen Fertigungsstätten wird erst durch ein systematisches Produktionscontrolling möglich. Allerdings bestehen nach den Beobachtungen der FELTEN Group bei den Kosmetikherstellern erst selten die technischen Voraussetzungen dafür, um das Leistungsprofil über alle Fertigungsprozesse hinweg präzise zu ermitteln. Konrad Steinmetz, Senior Consultant bei der FELTEN Group, beschreibt in Ableitung die wichtigsten funktionalen Erfolgskomponenten für ein Produktionscontrollings:

 

1. Kennzahlen: Das System sollte standardmäßig etablierte Kennzahlen für die produktionsrelevanten Faktoren bereitstellen, die sich mittels Filter nach Auftragsnummern, Schichten, Produktionszeiten usw. weiter differenzieren lassen. Eine klassische Kennzahl stellt dabei die OEE (Overall Equipment Effectiveness) dar.

 

2. Maschinenlaufdiagramme: Sie stellen die Stillstände einer Produktionseinheit grafisch in Diagrammen dar. Durch frei definierbare Zeitbereiche, Kostenstellen oder auch Auftrag bzw. Schicht etc. soll eine detaillierte Darstellung und Auswertung ermöglicht werden. Um den tatsächlichen Grund des Stillstands festzumachen, werden Fehler der vor- und nachgeschalteten Maschinen berücksichtigt. Neben den Maschinenstillständen sollten auch die daraus errechneten Linienstillstände angezeigt werden und ob der Ausfall einer Maschine den Stillstand der kompletten Linie verursacht hat.

 

3. Störstatistiken: Basis einer effizienten Stillstandsanalyse ist die Erfassung und Kategorisierung aller Ausfälle einer Produktionslinie. Mit ihrer Hilfe werden Stillstandgründe sowie deren Häufigkeit und Dauer angezeigt. Die Störstatistiken sollten einen hohen Differenzierungsgrad aufweisen, indem sie Auswertungen für definierte Zeitkonten, Zeitbereiche und Aufträge bereitstellen. Hierbei ist die Möglichkeit einer weiteren Detaillierung vorteilhaft, bei der sich Produktionslinien, Maschinen sowie Sortierungen auswählen lassen.

 

4. Trendanalysen: Sie werten die vorangegangenen Produktionsprozesse aus und liefern auf dieser Basis qualifizierte Informationen für weitere Entscheidungen. Mit Unterstützung des Data Gathering Systems (DGS) lassen sich die in unterschiedlichen Automationszellen und Datenbanken verfügbaren Informationen gezielt auslesen, personifiziert aufbereiten und individuell in übersichtlichen Grafiken darstellen. Zu allen definierten Daten können mehrere Trends mit unterschiedlichen Achsen angezeigt werden.

 

5. Reportmanagement: Über Reports werden die Leistungsbedingungen in der Produktion transparent gemacht, sie dienen damit als Instrument zur Leistungsoptimierung und für Managemententscheidungen. Die vom System generierten Daten werden mit Hilfe eines Report-Designers in Grafiken, Tabellen oder Charts dargestellt. Dazu gehören Kennzahlen-, Schicht-, Tages- und Störungsreports ebenso wie Wiege- und Herstellprotokolle, aber auch Barcode Labels und Auswertungen der Mitarbeiterauslastung und Betriebsstunden.

 

6. Cockpit: Weil die Produktionsverantwortlichen umfangreiche Datenauswertungen für ihre Steuerungsaufgaben benötigen, bieten Cockpits eine transparente Entscheidungsbasis. Damit behalten sie selbst bei komplexen Informationen und Kennzahlen jederzeit den notwendigen Überblick. Bei kritischen Entwicklungen fordern außerdem Alarmfunktionen zum Handeln auf.

 

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