Aktuelle Praxishilfen:

Ganzheitlich digitale Rechnungsprozesse

In der Praxishilfe werden die kritischen Faktoren in der gegenwärtigen Realität

... [mehr]
Fitness-Check der IT-Infrastruktur

Die Praxishilfe untersucht die Leistungsbedingungen anhand von zehn zentralen Me

... [mehr]
Auswahl des IT-Providers nach der Service-Qualität

Anhand der Praxishilfe können die Anwender unter dem Gesichtspunkt der Service-Q

... [mehr]
Analyse der internen IT-Service-Qualität

Im Wettbewerb kommt nicht nur den IT-Technologien, sondern auch der Qualität der

... [mehr]
Anforderungsanalyse ECM

Die Praxishilfe beschäftigt sie sich insbesondere mit den zentralen Nutzenaspekt

... [mehr]
Suchen & Finden  
erweiterte Suche  

Evolution von BI Projekten bei ALPLA

08.08.11

Die Firma ALPLA ist ein weltweit führendes Unternehmen der Kunststoffverarbeitung. Das Kerngeschäft ist die Herstellung und Designentwicklung von Kunststoff-Flaschen, Verschlüssen und Verpackungssystemen. Bereits 1955 wurde das internationale Unternehmen von Alwin Lehner und seinen Geschwistern im österreichischen Hard in Vorarlberg gegründet. Das Unternehmen zählt heute mehr als 10.000 Mitarbeiter in über 140 Produktionsstätten in 37 Ländern, damit bietet das Familienunternehmen ein weltweites Servicenetz, das seinesgleichen sucht. Im Jahre 2010 wurden 2,6 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

ALPLA hatte sich das Ziel gesetzt, alle Werke im Rahmen des Projekts „eMIS“ in ein standardisiertes Berichtswesen auf Datenbankbasis für einheitliche Reports zu integrieren. Das enterprise Management Informationssystem („eMIS“) ermöglicht allen Verantwortlichen jederzeit und weltweit Zugriff auf entscheidungsrelevante Daten mit Hilfe einer Webplattform. Eigene Ergänzungen und Erweiterungen sind jederzeit möglich. Ebenfalls besteht die Möglichkeit über Budgetvarianten Simulationen zu starten oder auf sich ändernde Marktsituationen schnell zu reagieren, ohne kompliziert das Soll-Budget zu verändern. Alles wird vom System dokumentiert und historisiert.

Für „eMIS“ wurde ursprünglich ein Data Warehouse auf Basis von MS-SQL-Server 2000 mit Analysis Services aufgebaut. Darin werden die benötigten Produktionsdaten aus den Werken automatisiert importiert. Nach der ersten Stufe der BI Implementierung mit Standardreports erfolgte die sukzessive Erweiterung der Systeme, um eine zielgerichtete und durchgängige Optimierung zu erreichen. Denn es wurde festgestellt, dass sich die Werke hauptsächlich als Datenlieferanten für die Zentrale verstanden und nicht als direkter Nutzer der selbst berichteten Daten. Zudem entsprach die Flexibilität der Reports nicht den Anforderungen und konnten bestimmte Fragestellungen in der Zentrale nur durch ineffiziente Prozesse beantwortet werden.

Daraus wurden Aktionen bei ALPLA abgleitet, um eine langfristige Optimierung der festgestellten Situation zu erhalten. Beginnend für den zentralen Sales-Bereich wurde ein Prototyp für die Datenanalyse erstellt, um das generelle Konzept der flexiblen Datenanalyse zu prüfen. Das Projekt „eMIS goes region“ wurde danach initiiert. Dies bedeutet, dass das DWH mit einer neuen technologischen Komponente für den Ad-hoc bzw. Analysebereich mittels einem speziellen OLAP-Cube-Design für die Abfrage geschaffen wurde, um dann mit Standardtools Daten abfragen zu können (MS Excel 2007 mit direkter Verbindung zum DWH).

Der Vorteil der gewählten Technik lag klar auf der Hand: Es mussten keine neuen BI Tools angeschafft werden. Das bestehende Potential der ohnehin lizenzierten MS Analysis Services konnte voll ausgeschöpft werden, ebenso vermindert sich der Schulungsaufwand immens. Ziel des Projekts war es, das Rollenverständnis in den Werken vom „Datenlieferanten“ zum „Datennutzer“ umzukehren und Potentiale bei der Generierung entscheidungsrelevanter und komplexer Berichte und Auswertungen zu heben.

Nach den erfolgreichen Tests im Sales-Bereich wurden die  Cubes mit Einkaufs-, Finanz- und Produktionsdaten gestaltet. In der Perspektive Produktion wurde der Fokus auf die langfristige Beobachtung von Sachverhalten gelegt. So z.B. Benchmarks gegenüber anderen Ländern/Regionen. Beispielfrage: Wie ist die Auslastung eines speziellen Maschinentyps in allen Regionen über unterschiedliche Perioden? Ein weiteres wesentliches Ziel der Initiative war die Verbesserung der Datenqualität in den Vorsystemen, aus denen sich das MIS u.a. speist, da Massedaten jetzt gezielter sichtbar gemacht werden können.

Durch diese Maßnahmen erfolgte ein Schritt weg von der herkömmlichen Datenaufbereitung hin zur Informationsnutzung und Interpretation, also eine qualitative Verbesserung von Controllingtätigkeiten. Konkret konnten durch die Verwendung der OLAP-Technologie Fragestellungen innerhalb weniger Minuten beantwortet werden, welche zuvor Stunden für die Zusammenstellung benötigt hätten. Komplexe Fragestellungen können heute jederzeit flexibel und individuell durch die User selbst beantwortet werden, auch wenn das Datenvolumen sehr groß ist.

Da BI natürlich auch Prozesse unterstützt, wurden weitere Projekte gestartet. Hierfür wurde wiederum das BI-Tool Arcplan in Kombination mit der SQL Datenbank verwendet, insbesondere aufgrund seines flexiblen Aufbaus und der Möglichkeit der Dateneingabe. Exemplarisch kann die Umsetzung des Projektes „Kreditverwaltung“ als erfolgreicher BI-Prozess erwähnt werden, in welcher die Fachabteilung Treasury (Hr. Mag. Thomas Mathis) gemeinsam mit dem BI-Team (Hr. DI Klaus Wurmsdobler und Hr. Lukasz Fratczak MSc) die konsequente evolutionäre BI-Strategie realisierte. ALPLA hat hier eine eigene Treasurylösung realisiert, die es erlaubt, den gesamten Finanzierungsprozess von Beginn der Konditionenverhandlungen bei internen Darlehen bis hin zur Nachvollziehbarkeit der Zins- und Tilgungszahlungen einzelner Konzerngesellschaften untereinander aber auch bei Banken zu verwalten.

Ein weiteres Beispiel ist die Verwaltung unterschiedlicher Ressourcen wie Maschinen und Maschinenkomponenten. Gemeinsam mit dem Internal Audit (Hr. Mag. Harald Dür) wurde eine Lösung etabliert, die alle physischen Ressourcen in den über 140 Standorten verwaltet. Bei benötigten Ressourcenverlagerungen kann dies nun durch eine zentrale Stelle im Konzern durchgeführt werden, gleichzeitig erfolgt eine Bewertung des Anlagevermögens für die buchhalterischen Prozesse. Alle Beteiligten werden bei der Auslösung des Prozesses automatisiert benachrichtigt und die Historie einzelner Ressourcen kann detailliert und vor allem transparent nachvollzogen werden. Somit ist ein effizienter Einsatz  von Maschinen innerhalb der Gruppe gewährleistet.

Durch die konsequente Umsetzung einer einheitlichen und durchdachten BI-Strategie, welche in enger Zusammenarbeit mit den Fachbereichen mit dem Urprojekt „eMIS“ durch den Leiter der IT/Organisation, Hr. Mag. Klaus Metzler MBA, gestartet wurde, besitzt ALPLA heute eine breite und durch etwa 800 User weltweit akzeptierte Reporting und Analyselandschaft sowie Tools zur Unterstützung administrativer Prozesse. Der Erfolg ist nicht zuletzt durch die Implementierung einer BI-Abteilung im Konzern möglich geworden, die von Anfang an IT, betriebswirtschaftliches Wissen und Methodenkompetenz vereinte.

Das Beratungsunternehmen Actinium Consulting GmbH, das die Anfänge der BI-Projekte bei ALPLA begleitete und bis heute innovative technologische Impulse einbringt, bescheinigt dem Unternehmen entgegen dem allgemeinen Trend, der erst kürzlich in einer BI-Studie festgestellt wurde, eine hohe Lösungskompetenz, da Anforderungen und Prozesse im Vorfeld klar konzeptioniert wurden und somit konsequent und erfolgreich umgesetzt werden konnten. (WH)

Weitere Meldungen

FAST LTA und d.velop schließen Kooperation zur schnellen und sicheren digitalen Langzeitspeicherung

Sensible Permantendaten ihrer Kunden revisionssicher, kostengünstig und vor allem benutzer

...
Wachsender Frust mit den Systemen zur Provisionsabrechnung

Provisionsabrechnungssysteme entwickeln sich immer mehr zum Problemkind in den Unternehmen

...
Cyber-Ark gibt Tipps für mehr Sicherheit beim Cloud Computing

Die Auslagerung von IT oder ganzen Geschäftsprozessen in die Cloud liegt voll im Trend. Si

...
Mittelstandsunternehmen wollen mehr verschlüsseln

Studie der mikado ag: Jedes zweite Mittelstandsunternehmen fühlt sich als potenzielles Zie

...
Antworten auf 9 häufige Detailprobleme in ITSM-Projekten

Die meist komplexen Bedingungen in den Projekten des IT Service Managements (ITSM) bewirke

...
Trinkwasseroptimierer nutzt HR-Lösungen der P&I AG

Der Trinkwasseroptimierer BRITA nutzt künftig die Lösungen des HR-Software-Anbieters P&I A

...
Software-Testen häufig schlecht organisiert

Das Wissen um die wirtschaftliche Bedeutung von Software-Testen hat sich längst herumgespr

...
Ingentis mit neuem Partner in den USA

Das Nürnberger Softwarehaus Ingentis hat mit dem SAP-Beratungshaus Cogent Integrated Busin

...
Benchmark-Lösung von ITSM Consulting und TUI InfoTec

Die ITSM Consulting AG hat mit der TUI InfoTec GmbH eine Kooperationslösung für das Benchm

...
Jeder fünfte Deutsche mit eigener Website

Laut dem Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom)

...