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FELTEN schafft grenzenlos flexible Produktionsprozesse

06.02.09

In der Prozessindustrie entwickelt sich mit Production Intelligence zunehmend eine strategische Zielsetzung, den bisherigen Widerspruch von Automatisierung und Flexibilität aufzulösen. Hintergrund ist, dass der zuletzt starke Trend zu einem möglichst hohen Automatisierungsgrad in den Produktionsprozessen die Wettbewerbsfähigkeit der Fertigungsunternehmen gefährdet, weil sie dadurch an Reaktionsfähigkeit im Markt verlieren. So hat eine Studie des Softwarehauses FELTEN-Group ermittelt, dass in vier von fünf Firmen die Notwendigkeiten flexiblerer Produktionsverhältnisse gestiegen sind. Andererseits geben die Unternehmen mehrheitlich zu Protokoll, sie könnten diesen veränderten Ansprüchen nicht ausreichend gerecht werden.

„Intelligente Prozessstrukturen lassen sich nicht schaffen, indem an einzelnen Stellschrauben gedreht wird“, problematisiert Werner Felten, Geschäftsführer des gleichnamigen MES-Spezialisten. Vielmehr bedarf es einer strategischen Konzeption, die mit einer kritischen Bestandsaufnahme der bestehenden Automatisierungsverhältnisse beginnt und von einer klaren Vision der Flexibilisierung geleitet wird. Daraus müssen dann zunächst die operativen Vorgehensmodelle, Meilensteine und weiteren Realisierungsbedingungen abgeleitet werden.

„Dabei ist auch ein besonderes Augenmerk auf die ERP-Systeme zu legen, da sie grundsätzlich für die längerfristigen Planungen konzipiert sind und nur begrenzt die für eine intelligente Produktionssteuerung erforderlichen kurzfristigen Entscheidungen unterstützen“, betont Felten. Besonders wenn eine hohe Planungskomplexität mit einer großen Anzahl an Produkten und Produktionsstufen bestehe und gleichzeitig kurzfristige Dispositionsentscheidungen getroffen werden müssten, würde die geringe Steuerungsflexibilität sehr statische Bedingungen bewirken. „Veränderungen in den Produktionsprozessen erzeugen dadurch zu hohe Reaktionszeiten und entsprechende wirtschaftliche Nachteile.“

Allerdings könnten auch die MES-Plattformen mit einem klassischen technologischen Konzept keine ausreichenden Antworten auf die gestiegenen Flexibilitätsansprüche geben. „Gerade dies ruft nach Production Intelligence mit flexibler Integration von automatisierten und manuellen Prozessen“. Die FELTEN-Group hat hierfür als erster Anbieter im Markt einen Ansatz in Praxisreife entwickelt. Er charakterisiert sich dadurch, dass alle Prozesselemente der Fertigungsabläufe von den Aufträgen bis zu Handlungsanweisungen oder Qualitätsdefinitionen als Objekte zu verstehen sind. Sie werden jeweils mit Attributen versehen. Damit entsteht eine Content-Ebene, bei der durch die Attribuierung eine grundsätzlich beliebige Verknüpfung der Objekte möglich wird. „Dies gestattet eine intelligente Gestaltung von Workflows, weil die Produktionsmanager flexibel entscheiden können, wie sich jeder einzelne Prozess in seinen digitalen und manuellen Anteilen zusammensetzen soll“, erläutert Felten. Auf diese Weise lässt sich der jeweils erforderliche Automatisierungs- bzw. Flexibilitätsgrad abbilden, um den tatsächlichen Praxisanforderungen bestmöglich Rechnung zu tragen.

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