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Fraunhofer und IBM wagen den empirischen Blick in die Bankenzukunft

25.06.10

Im Rahmen der Veranstaltung Bank und Zukunft 2010 wurden nun die Ergebnisse einer Studie von Fraunhofer und IBM vorgestellt.  Für die Studie wurden über 410 Teilnehmer aus Banken aller Bankengruppen in Deutschland um Antwort zu aktuellen Herausforderungen sowie strategischen Investitionsfeldern für die Zukunft gebeten.

Banken haben Finanzkrise gut überstanden
Die Einschätzung der aktuellen Situation seitens der Umfrageteilnehmer offenbart, dass die überwiegende Mehrzahl der Institute davon ausgeht, die Finanzkrise gut überstanden zu haben. 53 Prozent gaben an, gestärkt aus der Krise hervorgegangen zu sein. Diese Meinung teilen laut Erhebung überdurchschnittlich viele Vertreter aus dem Sparkassensektor. Der Anteil bei Genossenschafts- und Geschäftsbanken beträgt jeweils 50 Prozent.

Strategische Herausforderungen 2010
In diesem Jahr wurden erstmals die zunehmende staatliche Regulierungen und die damit verbundenen Aufwände für Banken als die größten Herausforderung. Knapp vier Fünftel der Banken sehen darin die schwierigste Hürde, die als eine Folge aus der Bankenkrise nachhaltigen Auswirkungen auf Banken und deren Geschäft besitzt. Die Intensivierung des Wettbewerbs auf der Preisebene bei standardisierten Produkten nimmt nach wie vor eine zentrale Rolle ein und verharrt auf Vorjahresniveau. Weitere Hürden sind der Studie zufolge der Umgang mit den Konsequenzen aus der Finanzkrise. Dabei sehen rund drei Viertel der Umfrageteilnehmer diesen Aspekt als wichtige Herausforderung für das Jahr 2010 an.

Strategische Leuchtturmprojekte 2010
Laut den Studienautoren lassen sich aus den Leuchtturmprojekten die Herausforderungen am Markt ablesen. Dabei zeigt sich, dass sich der Schwerpunkt von Kreditinstituten wieder zunehmend auf den Kunden zu richten scheint.  Mit höchster Priorität verfolgen Banken daher eine Intensivierung des Kundenmanagements. Drei Viertel der Studienteilnehmer sehen darin eine mögliche Antwort auf den intensiven Wettbewerb. Weiterhin verstärken die Banken ihre Maßnahmen zur Erfüllung regulatorischer Vorgaben (50 Prozent) sowie die Umsetzung eines Strategieprozesses zur eindeutigen Positionierung am Markt (43 Prozent).

Vertriebsmanagement 2010
Die strategische Positionierung von Banken im Markt war über viele Jahre hinweg primär von leistungsorientierten Differenzierungsansätzen geprägt. Aktuell steht für viele Banken die Rückgewinnung des Vertrauens der Kunden nach der Finanzkrise im Mittelpunkt ihrer Vertriebsaktivitäten (95 Prozent). Dieses versuchen sie mittels einer gezielten Neuausrichtung bzw. einer stärkeren Orientierung am Kunden zurück zu gewinnen. Dabei sehen diese insbesondere die eigenen Mitarbeiter als Quelle zum Erfolg (97 Prozent), welche über ein umfassendes Verständnis über existente Kundenbedürfnisse sowie deren Verhalten verfügen müssen.
 
Investitionen in den Vertriebswegen
Mit gezielten Investitionen in den Vertriebswegen streben die Banken eine Verbesserung der Kundenorientierung an. Im Mittelpunkt steht die Verbesserung der Kommunikationsqualität im persönlichen sowie im medialen Dialog, die wettbewerbsdifferenzierende Merkmale einer Bank für die bereits vorhandenen und auch die potenziellen Kunden deutlicher erlebbar machen sollen. Dabei geht es den Banken weniger um die Etablierung gänzlich neuer, sondern vielmehr um eine Weiterentwicklung der bestenden Vertriebskanäle und die Sicherstellung einer hohen Kommunikationsqualität insgesamt. Dies erfordert gezielte Investitionen in den Filial- und Direktvertrieb von Banken, welche im Rahmen der Studie aufgezeigt werden.
 
Markenmanagement
Ein eindeutig wahrnehmbares Markenimage ist für Banken ein strategisch wichtiges Differenzierungsmerkmal. Auch stellt dieses die Basis für die Vertrauensbildung des Kunden zur Bank dar und ist somit ein wichtiger Aspekt für alle Vertriebsmaßnahmen der Bank. Rund vier von fünf Banken sehen sich hinsichtlich der Formulierung einer eindeutigen Markenidentität aktuell gut bzw. sehr gut aufgestellt. Dabei schenken diese neben der eigenen Bankmarke zunehmend auch der Integration starker Partnermarken erhöhte Aufmerksamkeit.
 
Banking goes (a)cross
 Unter diesem Stichwort hat die Trendstudie 2010 erstmals systematisch die Bewertung von ausgewählten Kooperationsbereichen in die Untersuchung aufgenommen. So wurden verschiedene Kooperationen hinsichtlich ihrer strategischen Potentiale aus Sicht der Banken bewertet. Demnach sehen die Studienteilnehmer derzeit die größten Potenziale in diesem Bereich bei Versicherungen (87 Prozent) und Bausparkassen (78 Prozent). Diese Dienstleister pflegen heute über Verbundstrukturen und Kooperationsvereinbarungen enge Beziehungen zu den Banken.
 
Industrialisierung der Banken
Die Trendstudie zeigt, dass trotz langjähriger Diskussion über »Bankenindustrialisierung« und deren Möglichkeiten derzeit noch große Potenziale hinsichtlich deren Umsetzung vorhanden sind. Dies hängt sowohl mit den großen Aufwänden zu deren Umsetzung wie auch mit einer vermuteten fehlenden Akzeptanz der Mitarbeiter zusammen. Bezüglich der internen Organisationsstrukturen in Banken dominieren nach wie vor Zielsetzungen in Bezug auf eine Steigerung der Effizienz in den Leistungsprozessen (92 Prozent) sowie einer Erhöhung des Automatisierungsgrades von Standardprozessen. In Verbindung mit Maßnahmen zum Kundenmanagement sollen Mitarbeiter in die Lage versetzt werden, sich auf Kunden und deren Bedarfe zu konzentrieren und von Verwaltungs- und Routinearbeiten entlastet werden, um so das Konzept einer kundenfokussierten Bank weiter vorantreiben zu können.
 
Wertschöpfungsnetzwerke
Eng mit dem Thema »Bankenindustrialisierung« verbunden sind die Gestaltung und das Management von Wertschöpfungsnetzwerken, welche im Rahmen der aktuellen Studie erstmals aufgenommen und beleuchtet wurden. Hierdurch ergeben sich zahlreiche neue Möglichkeiten zur Gestaltung neuer, kundenbedarfsgerechter Produkte, Produktbündel und Leistungen, mit denen sich Banken am Markt erfolgreich positionieren können. Die Ergebnisse der Trendstudie verdeutlichen, dass in den Banken bislang nur geringe Voraussetzungen zur Umsetzung von Wertschöpfungskooperationen geschaffen wurden. In der Studie werden Herausforderungen und Potenziale für die Umsetzung von Wertschöpfungsnetzwerken analysiert sowie Faktoren zur Bewertung von Wertschöpfungspartnern dargestellt.
 
Informationstechnologie-Einsatz (IT)
Der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien bildet eine wichtige Grundlage, um modernes Banking betreiben zu können. In diesem Bereich misst der Großteil der Befragten aktuell der Gewährleistung von Sicherheit im IT-Betrieb die größte Bedeutung zu (92 Prozent). An zweiter Stelle werden gezielte Maßnahmen zur Kostenreduktion der IT genannt. Zudem gilt es nach Ansicht der Befragten ein Hauptaugenmerk auf die Integration von Kundendaten zu legen, um die oben dargestellte Intensivierung des Kundenmanagements umsetzen zu können.
 
Handlungsfelder IT
Das bereits angesprochene geringe Vertrauen der Kunden in die Finanzdienstleistungsbranche rückt die Frage nach neuen Wegen der Bank-Kunde-Interaktion verstärkt in den Mittelpunkt strategischer Überlegungen. Aktuell planen 54 Prozent der befragten Institute in 2010 gezielte Investitionen in den Vertriebskanal »Internet«, gefolgt von Investitionen zur Optimierung im Bereich Multikanalintegration.
 
Ausblick bis zum Jahr 2020
Die Einschätzung bezüglich der zu erwartenden Entwicklungen für den deutschen und internationalen Bankenmarkt ist aufgrund der mannigfaltigen und schnellen Entwicklungen derzeit schwer zu prognostizieren. In Bezug auf den Bankenmarkt bis zum Jahr 2020 sind derzeit rund zwei Drittel der Teilnehmer der Überzeugung, dass sich zukünftig innovative Formen der Finanzberatung am Markt etablieren werden. So gehen diese davon aus, dass die Beratungstätigkeit zukünftig durch den Einsatz innovativer Technologien (z. B. Web- oder Videokonferenzen) zunehmend orts- wie auch zeitunabhängig durchgeführt wird. Darüber hinaus manifestiert sich der Trend zur Auslagerung von Back-Office- und Kreditprozessen.
 
Vorbereitung auf die Zukunft
Wie im Vorjahr beurteilt der Großteil der Befragten (89 Prozent) die erwarteten Entwicklungen in der Branche und in den Geschäftsmodellen der Banken als Bestandteil eines kontinuierlichen Veränderungsprozesses. 40 Prozent der Banken sehen sich heute gut und fünf Prozent sehr gut zur Bewältigung künftiger Herausforderungen gerüstet; demgegenüber bescheinigen 42 Prozent Defizite in Detailfragen und 11 Prozent sehen das Erfordernis umfassender Veränderungen.

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