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Google & Co machen Verlagen das Leben schwer

Von: News Aktuell

12.07.07

Journalisten glauben, dass der Einfluss der Verlage auf die Medienbranche schrumpft. Ein knappes Drittel bescheinigt Blogs und Podcasts bereits eine hohe journalistische Relevanz. Das ergab die Studie "2.0 und dann?" der dpa-Tochter news aktuell.

 Erfolgreiches Rezept für die Zukunft? Verleger Alfred Neven Dumont (l.) und Chefredakteur Uwe Vorkötter mit der neuen Frankfurter Rundschau im Tabloid-Format. Die Mehrheit der deutschen Journalisten glaubt, dass der Einfluss der Verlage auf die Medienbranche abnehmen wird (36 Prozent). Immerhin sieben Prozent attestieren sogar, dass die Verlage gegenüber Google & Co "keine Chance" haben werden. Für die digitale Zukunft sind die deutschen Verlage insgesamt nur mäßig gerüstet. Das sagt mehr als die Hälfte der Befragten.

Erstaunlich positiv beurteilen Journalisten das Phänomen des so genannten Bürgerjournalismus. Für mehr als 40 Prozent der Befragten ist er eine Bereicherung des Journalismus. Lediglich 15 Prozent halten das Engagement der Hobby-Schreiber für eine Gefahr. Die Zukunft der gedruckten Tageszeitung sehen Journalisten zuversichtlich. In zehn Jahren werde die Zeitung noch immer überwiegend auf Papier produziert werden, glaubt fast die Hälfte. Nach wie vor aber ist die Tageszeitung für Journalisten eine sehr wichtige Informationsquelle. Das sagen 81 Prozent.

Nachdem Web 2.0 als Modethema die Medienbranche dominiert hat, ist mittlerweile Realismus im Umgang mit diesem Thema eingekehrt. Für die meisten befragten Redakteure ist Web 2.0 deshalb heute auch nicht mehr und nicht weniger als die logische Weiterentwicklung des Internets. So spricht nur noch ein Prozent von einer digitalen "Revolution".

In den Redaktionen herrscht Unsicherheit, was die neuen Phänomene für den eigenen Arbeitsplatz bedeuten. Zwar sagt fast ein Drittel  Die deutschen Journalisten sind überzeugt, dass das gedruckte Wort eine Zukunft hat. So ein Fazit der news aktuell-Studie. der befragten Medienmacher, dass Web 2.0-Angebote eine hohe (25 Prozent) oder sogar sehr hohe (fünf Prozent) Relevanz für die journalistische Arbeit haben, aber weniger als fünf Prozent der Befragten nutzen Blogs häufig als Quelle oder zur Themenfindung. Am meisten kritisieren Journalisten an Blogs die "mangelnde Glaubwürdigkeit" (27 Prozent) und die "fehlenden journalistischen Standards" (26 Prozent). Besonders geschätzt werden allerdings die "Vielfalt der Meinungen" (27 Prozent) und die Unterstützung der Blogs bei der "Ideenfindung" (18 Prozent). Wichtigstes Kriterium für die Glaubwürdigkeit eines Blogs ist der Autor. Das sagt gut ein Drittel der Befragten. Immerhin mehr als jeder zehnte Journalist führt heute ein eigenes Blog oder kommentiert in anderen Blogs.

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