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Heimische Energieversorger schenken IT-Sicherheit wenig Beachtung

23.08.11

Die Mehrheit der Bundesbürger betrachtet die Energieversorger mit Skepsis. Laut einer aktuellen Umfrage der Technologie-Beratung Steria Mummert Consulting sorgen sich fast 80 Prozent der Deutschen, dass Computerhacker die Stromversorgung zeitweise lahmlegen könnten, und diese Bedenken sind laut der Unternehmensberatung nicht unbegründet. Steria Mummert Consulting verweist in diesem Zusammenhang auf eine Mahnung des Bundesamtes  für Sicherheit in der Informationstechnik in Richtung Energieversorger, die Lücken in der Absicherung von Prozessen und Infrastrukturen zu schließen. Für Dr. Gerald Spiegel, Experte für IT-Sicherheit bei Steria Mummert Consulting, ist das Bewusstsein für IT-Sicherheit in vielen Versorgungsunternehmen wenig ausgeprägt. „Dies bedeutet nicht nur ein hohes Geschäftsrisiko für die Unternehmen, sondern stellt auch eine Verletzung der Sorgfaltspflichten der Geschäftsführung dar“, urteilt er. „So zeigt sich bei der großen Mehrheit der Versorger beispielsweise eine Verantwortungslücke: Die IT-Sicherheitsbeauftragten fühlen sich oft für Sicherheitsvorgänge in den Anlagen nicht zuständig.“

Das Beratungsunternehmen empfiehlt diesen Unternehmen den Aufbau eines Informationssicherheitsmanagement. Fest definierte und formulierte Sicherheitsziele sowie eine umfassende und strukturierte Bestandsaufnahme der IT-Infrastruktur und Organisation bilden hierfür die notwendige Grundlage. Sind entsprechende Maßnahmen eingeleitet, muss deren Wirksamkeit regelmäßig überprüft und notwendige Anpassungen müssen vorgenommen werden.

„Nur mit dem Aufbau eines solch umfassenden Kontrollsystems für die Informationssicherheit schaffen es die Versorger, sich bestmöglich gegen externe Angriffe zu wappnen. Gleichzeitig können sie damit bei ihren Kunden punkten. Denn die Informationssicherheit ist ein wichtiger Wettbewerbsfaktor“, so Spiegel.  (BD)

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