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ISO-Standardisierung für MES-Kennzahlen auf der Zielgeraden

03.02.12

Mit der ISO/DIS 22400-2 steht nun eine international gültige Leitlinie für die Definition, Beschreibung und Interpretation von MES-Kennzahlen zur Verfügung. Der Entwurf der Norm beinhaltet 34 Key Performance Indicators (KPIs), die sich auf die Bereiche Produktion, Qualität, Instandhaltung sowie Lager/Logistik von Unternehmen der diskreten Fertigung, der Prozessindustrie sowie der hybriden Fertigung erstrecken. Ergänzend enthält die Norm ein relationales Wirkmodell, das über einen  Mix aus Kennzahlen und Beziehungsdiagrammen die Abhängigkeit zwischen den KPIs und ihren Faktoren untereinander inhaltlich und organisatorisch beschreibt. Im nationalen Umfeld wurden in den zurückliegenden Jahren 22 MES-Kennzahlen durch die VDMA Einheitsblätter 66412 Teil 1 und 2 exakt definiert. Der erste Teil beschreibt jene Kennzahlen, die eine MES-Lösung auf einheitlicher Datenbasis per Definition zu liefern hat. Der zweite Teil beschreibt die Wechselwirkung der Kennzahlen und Einflussgrößen.

„Dank dieser internationalen Standardisierung ist sichergestellt, dass MES-Kennzahlen eindeutig definiert sind und der Markt von einer einheitlichen Grundlage bei übergreifenden Leistungs- und Qualitätsvergleichen ausgehen kann“, urteilt Andreas Kirch, Co-Convensor des ISO TC 184/SC5/WG9 und Vorstand der GUARDUS Solutions AG. Daneben bestünde für die Lösungsanbieter und Anwender nun eine Transparenz darüber, was Einsatz und Wirkungsweisen von MES-Kennzahlen betrifft und welchen Daten ein MES dafür liefern müsse. (BW)

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