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IT-Abteilungen bremsen Unternehmenswachstum

25.09.07

Unternehmen müssen jährlich auf durchschnittlich sechs Prozent Umsatzwachstum verzichten, da die unternehmenseigene IT den Geschäftsanforderungen nur unzureichend entspricht. Das geht aus einer aktuellen Studie der Managementberatung A.T. Kearney hervor, für die mehr als 65 Top-Manager aus verschiedenen Branchen interviewt wurden. Allein in Deutschland ergibt sich daraus ein nicht realisiertes Umsatzwachstum von 50 Milliarden Euro. Die Führungsetagen beklagen sich in erster Linie über mangelnde Unterstützung der IT bei wachstumsrelevanten Unternehmensfunktionen wie Business Intelligence und Customer Relationship Management (CRM). Als kritisch für den Unternehmenserfolg bezeichnen die Befragten vor allem inkonsistente Daten, zu lange Reaktionszeiten der IT bei der Erfüllung von Anfragen sowie fehlende Transparenz über den konkreten IT-Nutzen.

„Die Gründe dafür liegen jedoch nicht allein in den IT-Abteilungen“, so Dr. Marcus Eul, Partner bei A.T. Kearney und Experte für strategisches IT-Management: „In den meisten Fällen sind die Anforderungen an die IT im Sinne der strategischen Unternehmensziele noch nicht ausreichend formuliert.“ So verwundert es auch nicht, dass 76 Prozent der Unternehmen bei der Bewertung von IT-Projekten den tatsächlichen Nutzen für das Unternehmen außer Acht lassen. „Am Ende eines IT-Projektes stellen sich zwar die meisten Unternehmen die Frage, ob das Projekt auch innerhalb des geplanten Zeit- und Budgetrahmens abgewickelt wurde“, sagt Eul. „Doch lediglich jedes vierte Unternehmen evaluiert auch den tatsächlichen Mehrwert seiner IT-Projekte.“ Mehr als ein Drittel der Top-Manager gab an, dass die fehlende Transparenz über den Mehrwert eines IT-Projektes eine Wachstumsbarriere darstellt.

Einen der wichtigsten Gründe für den mangelnden Nutzenbeitrag der IT sehen die A.T. Kearney-Experten vor allem in der „klassischen“ Wahrnehmung der IT als reinem Kostenfaktor. Die IT ist bisher meist noch weit davon entfernt, von den Unternehmen als Wachstumshebel angesehen zu werden: So involvieren lediglich 19 Prozent der befragten Unternehmen die IT bereits in der Strategiephase von Wachstumsprojekten. In der Regel werden die IT-Verantwortlichen sogar erst dann hinzugezogen, wenn die Planungsphase bereits abgeschlossen ist oder sogar erst dann, wenn es bereits „nur noch“ um die Implementierung geht.

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