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IT-Arbeitsplätze wie ein Menü nach eigenem Geschmack zusammenstellen

11.07.11

Die steigenden Flexibilitätsanforderungen im Business werden nach Einschätzung des Beratungshauses Centracon dazu führen, dass die Unternehmen zukünftig auf ganz neue Modelle in der Gestaltung der Computerarbeitsplätze setzen müssen. Aufgabe der IT wird es dabei sein, ein breites Angebot an kleingliedrigen Services, Anwendungen und Komponenten zu konzipieren, aus denen die Fachbereiche ihre Client-Konfigurationen sowohl für Arbeitsplatzgruppen mit ähnlichen Aufgaben der Mitarbeiter als auch für spezielle Einzelarbeitsplätze bedarfsgerecht zusammenstellen können. Die Herausforderung besteht Centracon zufolge dabei insbesondere darin, den gegenwärtigen Standardisierungstrend nicht zu verlassen und trotzdem die notwendige Flexibilität zu schaffen.

„Das methodische Prinzip lässt sich so beschreiben, dass die IT in ihrer Technikverantwortung ein breites Set an modular nutzbaren Diensten und Produktvorschlägen für die Clients entwickelt, aus denen die Business-Verantwortlichen jeweils ihre eigenen Konfigurationen entwickeln“, erläutert Robert Gerhards, Geschäftsführer des Beratungshauses. Dies sei vergleichbar mit dem Anrichten einer Speise: Die Küche stellt grundsätzlich ein Set an Komponenten zur Verfügung, während der Koch nach gezielter Auswahl aus diesem Angebot ein kundengerechtes Menü konzipiert.

„Während heute den Mitarbeitern beispielsweise Notebooks in einer fest definierten Standardkonfiguration zur Verfügung gestellt werden, kann der Fachbereich dann genau aus dem modularen Angebot wählen, welche Art Endgerät und in welcher technischen Konfiguration am besten zu einer spezifischen Tätigkeit passt“, erläutert Gerhards. Ähnliches gelte für die Bereitstellung der Anwendungen und Dienste über Service-Kataloge. Sofern sie als kleingliedrige Komponenten zur Verfügung gestellt würden, bliebe der Standardisierungsgedanke erhalten. Trotzdem könnte auf der Business-Seite eine hohe Flexibilität geschaffen werden, um Desktops sehr eng an dem jeweiligen arbeitsplatzspezifischen Bedarf auszurichten, betont er.

Eine fachliche Überforderung bei der Zusammenstellung der „Menüs“ sieht der Centracon-Consultant aufseiten der Fachbereiche nicht, da keine technischen Parameter sondern Funktionalitäten die Auswahlkriterien bestimmen. „Insbesondere die Digital Native-Generation verfügt über eine große Handlungskompetenz, was den Bedarf und Einsatz von Endgeräten anbelangt, weil sie damit privat groß geworden ist.“ Und er weiß aus Beratungsprojekten in DAX-Unternehmen, dass die nachwachsende Generation auch für sich ein starkes Interesse an der Mitentscheidung reklamiert.

Centracon hat für diese zukünftigen Modelle des Business-orientierten Client-Managements mit der „Smart Client Architecture“ das erforderliche Lösungskonzept entwickelt. Es zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die bisher monolithischen Desktops mit ihren infrastrukturabhängigen Bedingungen abgelöst werden. Stattdessen erhalten die Mitarbeiter dynamisch einen ortsunabhängigen Zugriff auf Anwendungen und Daten, modulare Services über automatisierte Prozesse sowie IT-Arbeitsplätze mit aufgabenspezifischen Leistungsprofilen. Zu den weiteren Merkmalen der „Smart Client Architecture“ gehört die Möglichkeit einer Liberalisierung der Endgeräte und die Nutzung von Cloud-Konzepten zum Betrieb der Clients. (WH)

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