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IT-Branche ächzt unter hohem Druck

15.09.10

Die technische Universität Dortmund ist in Kooperation mit verschiedenen Freelancer-Börsen der Frage nach dem „brancheninternen Gesundheitszustand“ nachgegangen. Im Rahmen der Onlinebefragung berichteten die Interviewten von Muskel-/Skelettproblemen und psychischen Beschwerden.

Selbständigkeit mit Gesundheit bezahlt
Allen voran kämpfen Freelancer mit gesundheitlichen Beschwerden. So klagen fast zwei Drittel (65 Prozent) über vermutlich arbeitsbedingte Muskel-/Skelettbeschwerden in den zurückliegenden 12 Monaten und 52 Prozent kämpfen mit psychischen Problemen, deren Ursachen auf den Job zurückzuführen sind. Mehr als die Hälfte der Befragten plagt sich mit negativen Emotionen und leidet unter Ängsten. Ebenso häufig wurde von Erschöpfung und Regenerationsunfähigkeit berichtet. Laut der Uni Dortmund sind dies Symptome von Burnout.

Erreichen des Renteneintrittsalters mehr als fraglich
Laut der Studie sind die Belastungen im Beruf so enorm, dass weniger als ein Drittel (30 Prozent) der freien IT-Profis und etwa 40 Prozent der angestellten IT-Fachkräfte davon ausgehen, die Belastungen bis zum Rentenalter von 65 Jahren aushalten zu können. Beim DGB-Index „Gute Arbeit“ wären sie damit laut der Hochschule vergleichbar mit denjenigen, deren Arbeit als „schlechte Arbeit“ eingestuft wurde. 10 Prozent der angestellten und 14 der freien ITler gehen gar davon aus, dass sie den 50. Geburtstag nicht im Dienste laufender IT-Systeme begehen werden – das Gros der hier Tätigen gab zu Protokoll das Keyboard bereits mit 43 Jahren an den Nagel hängen zu wollen.

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