Aktuelle Praxishilfen:
Ganzheitlich digitale Rechnungsprozesse
In der Praxishilfe werden die kritischen Faktoren in der gegenwärtigen Realität
... [mehr]Fitness-Check der IT-Infrastruktur
Die Praxishilfe untersucht die Leistungsbedingungen anhand von zehn zentralen Me
... [mehr]Auswahl des IT-Providers nach der Service-Qualität
Anhand der Praxishilfe können die Anwender unter dem Gesichtspunkt der Service-Q
... [mehr]Analyse der internen IT-Service-Qualität
Im Wettbewerb kommt nicht nur den IT-Technologien, sondern auch der Qualität der
... [mehr]Anforderungsanalyse ECM
Die Praxishilfe beschäftigt sie sich insbesondere mit den zentralen Nutzenaspekt
... [mehr]IWD riskiert einen Blick hinter die Interna von Arbeitnehmervertretern
Die Belegschaft scheut Experimente. Auf diese Weise interpretiert das Institut der Deutschen Wirtschaft die Tatsache, dass rund zwei Drittel der Betriebsräte in den zurückliegenden Wahlen 2010 im Amt bestätigt wurden. Frauen haben es nach wie vor auch hier schwer, in die betriebliche Interessenvertretung einzuziehen. Das Kölner Institut hatte im vergangenen Herbst gut 1.060 Unternehmen mit rund 540.000 Wahlberechtigten zu ihrem „Urnengang“ befragt.
Wahlbeteiligung mit Bundestagswahlen vergleichbar
Im Durchschnitt folgten etwa 79 Prozent der Mitarbeiter dem Wahlaufruf – laut iwd ein Wert, der in etwa dem Niveau früherer Urnengänge entspricht. Damit liegt er auch über der Votierungsbeteiligung der letzten Bundestagswahl (ca. 72 Prozent). Die Wahlbeteiligung war in den Unternehmen besonders hoch, in denen das vereinfachte Wahlverfahren zum Einsatz kam.
Trend zu unabhängigen Vertretern gestoppt
Laut iwd stellt der DGB in den befragten Unternehmen ungefähr die Hälfte der Arbeitnehmervertreter. Damit stabilisierte sich der Anteil im Vergleich zu vorherigen Wahldurchgängen. Den Trend der 1990er und frühen 200er Jahren, zunehmend unabhängige Kandidaten zu küren, sieht man in Köln als gestoppt. Gleichwohl hat der DGB seinen Einfluss nicht verloren. In drei von zehn befragten Unternehmen setzt sich der Betriebsrat vollständigen aus DGB-Mitgliedern zusammen und in weiteren 30 Prozent der Fälle kann der gesamte Betriebsrat keiner Gewerkschaft zugeordnet werden. Wie in der Vergangenheit auch bleibt die Industrie fest in der Hand der DGB-Gewerkschaften. In diesem Wirtschaftssegment konnten IG Bergbau, Chemie u. Energie sowie IG Metall im Durchschnitt je nach Branche mindestens sechs von zehn Mandaten gewinnen. Im Dienstleistungssektor ging nur jeder vierte Sitz an den DGB. Im Banken- und Versicherungsgewerbe ist es gar nur jedes elfte Mandat. Kleinere Gewerkschaften wie etwa der Christliche Gewerkschaftsbund oder der Deutsche Führungskräfteverband spielen in den befragten Unternehmen kaum eine Rolle.
Zwei Drittel in Betriebsratsamt bestätigt
Im zurückliegenden Jahr wurden zwei Drittel der Betriebsräte wiedergewählt. Laut iwd sind die betrieblichen Interessenvertreter zwischen 40 und 50 Jahre alt. Das Institut geht davon aus, dass Mitarbeiter vor allem auf solche Vertreter setzen, die aufgrund ihres Alters über eine gewisse Lebens- und Berufserfahrung verfügen. Zudem blicken ältere Mitarbeiter auf eine lange Betriebszugehörigkeit zurück und wissen daher eher, an welcher Stelle „Not am Mann“ ist. Erfahrung und auch Kontinuität sind laut Einschätzung des Kölner Instituts die Attribute des Betriebsratsvorsitzenden, der im Schnitt das 50. Lebensjahr erreicht hat. 2010 wurden 75 Prozent der Vorsitzenden im Amt bestätigt.
Wenige Arbeitnehmervertreterinnen
Betriebsräte sind nach wie vor eine Männerdomäne – trotz Quotenregelung. So stellen Frauen nicht einmal jeden dritten Betriebsrat und sogar nur jeden fünften Vorsitzenden. Allerdings sind Frauen nur in gut 13 Prozent der Unternehmen im Betriebsrat deutlich unterrepräsentiert. Offenbar – so das iwd – kandidieren gerade in diesen Fällen nicht genügend Frauen. Im Dienstleistungssektor beträgt der Frauenanteil im Betriebsrat knapp 35 Prozent. Für den DGB einen bittere Pille: in den Unternehmen, in denen sich viele Frauen an der Wahl beteiligen, setzt man eher auf unabhängige Kandidatinnen.
