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Kursstürze zwingen Börsen und Banken zu IT-Veränderungen

21.03.07

Kursstürze der vergangenen Woche haben bei Börsen und Banken vielfach zu IT-Problemen aufgrund veralterter und nicht ausreichend leistungsstarker Technik geführt. Die Stuttgarter Derivatbörse Euwax und die Frankfurter Wertpapierbörse beispielsweise setzen seit 15 Jahren zu Abwicklung von Handel und Order das Xontro-System ein. Nun reagierten Börsen und Banken entsprechend. So möchte Geschäftsführer der baden-württembergischen Wertpapierbörse Modernisierungsmaßnahmen in Angriff nehmen.

Gegenüber der „Financial Times Deutschland“ meinte zudem Marc Zahn, Chef des Börsensegments für strukturierte Produkte an der Frankfurter Wertpapierbörse, dass sich die Übertragungskapazitäten der Quotierungen in Zukunft verändern würden. Diese würden ab 2008 von 50 auf mehrere hundert Millionen pro Tag erhöht. Außerdem eine Sprecherin der Bafin: "Aufgrund einer Wohlverhaltensrichtlinie müssen die Wertpapierdienstleistungsunternehmen Vorkehrungen treffen, um Systemausfälle und Verzögerungen möglichst gering zu halten."

Neben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat auch der Branchenverband Derivate sich über Systemüberlastungen beklagt. So hätten diverse Börsen und Banken trotz eines Marktwachstums von 30 Prozent pro Jahr keine technischen Systemangleichungen vorgenommen. (MM)

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