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Lünendonk-Studie untersucht Standard-Software-Markt

01.09.11

Die führenden Standard-Software-Unternehmen blicken positiv in die Zukunft. Nachdem das Jahr 2010 für eine Erholung am heimischen Markt sorgte, sind die Anbieter mit einer zu erwartenden Wachstumsrate von durchschnittlich 7,1 Prozent nicht nur das laufenden Jahr optimistisch, sondern sie blicken auch mittelfristig (bis 2016) auf ähnliche Steigerungsraten von etwa 7,5 Prozent. Als beständige Wachstumstreiber sehen die befragten Unternehmen unter anderem SaaS-Lösung oder Cloud Computing. 2010 betrug der Gesamtumsatz der 48 untersuchten Software-Unternehmen im deutschen Markt 8,9 Milliarden Euro. „Der deutsche Software-Markt hat immer noch eine atomistische Struktur, die aber mit einer starken Konzentration an der Spitze einhergeht. Zusammen decken die zwei Unternehmen mit dem größten Inlandsumsatz, Microsoft und SAP, ein Drittel des gesamten Inlandbedarfs ab“, erläutert Mario Zillmann, Senior Consultant bei Lünendonk.
 
Betriebswirtschaftliche Systeme führen Software-Kategorien an
Mit rund 82 Prozent nahmen im vergangenen Jahr betriebswirtschaftliche Systeme  den Löwenanteil bei den Software-Kategorien der befragten Standard-Software-Unternehmen ein. Das Gros der Umsatze entfiel dabei auf ERP-Systeme, gefolgt von Lösungen für Business Intelligence. Im Umsatzranking weniger weit oben sind CRM-Systeme zu finden. Sie schafften es auf den fünften Platz. Bei der Nutzung von Software-Produkten bei aktuellem Bedarf rechnen die Befragten indes mit einer anderen Verteilung: 68 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen hierbei die CRM-Lösungen ganz vorn. Business Intelligence-Tools (46 Prozent) und ERP-Systeme (32 Prozent) landen auf den Plätzen 2 und 3.

Cloud Computing nun doch nicht so revolutionär
Langfristig räumen die befragten Unternehmen der Nutzung von SaaS-Lösungen oder Software aus der Cloud keine umwälzende Bedeutung ein. Nach maßgeblichen Tendenzen am Software-Markt gefragt, stimmten die Umfrageteilnehmer der These zu, dass 2020 die Nutzung von SaaS oder Software in der Cloud mehr als zwei Drittel der Software-Lizenzen einnehmen wollen. Daneben halten 66 Prozent es für wahrscheinlich, dass 2020 die Standard-Software-Unternehmen etwa ein Drittel ihres Umsatzes mit IT-Beratung und Systemintegration verdienen werden. Für eher unwahrscheinlich wird die These gehalten, dass kostenlose Standard-Software über bezahlte Update  und Upgrades finanziert werde. (BD)

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