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Mangelhafte Organisationsstrukturen bremsen Prozessmanagement

18.02.10

In Sachen Business Prozessmanagement klafft laut einer aktuellen Erhebung von Ramco Systems in Zusammenarbeit mit SoftSelect. Grundsätzlich haben fast alle Umfrageteilnehmer schon BPM-Grundlagen geschaffen, indem Prozessverantwortliche bestimmt und Prozessteams gebildet wurden. Dafür ursächlich sollen laut Studienautoren aber eine ISO-Zertifizierung im Rahmen des Qualitätsmanagements sein, denn etwa jedes fünfte Unternehmen hat seine Abläufe bisher  nur einmal definiert und visualisiert. Die regelmäßige automatisierte Gestaltung und Anpassung wird von gut zwei Dritteln der Firmen vorgenommen, die überhaupt Prozesse beschrieben haben. 38 Prozent haben ihre Prozesse bisher überhaupt nicht dargestellt. Dennoch sehen sich die Unternehmen in der Zukunft prozessorientiert und zielen mehrheitlich (90 Prozent) auf die Prozesseffizienzsteigerung ab. Ähnlich oft wird das Modellieren, die Optimierung und das Steuern der Abläufe genannt. Trübe Aussichten attestiert die Studie den Anbietern von Business Prozess Outsourcing in der Region DACH: nur elf Prozent spielen mit dem Gedanken, die Geschäftsprozesse in die Hände eines Profis zu legen.

Übergreifende Prozesse und ERP-Systeme
Gut drei Viertel der Umfrageteilnehmer wollen künftig die übergreifenden Prozesse gestalten und die gesamte IT konsequent prozessorientiert ausrichten. Als eine mögliche Schwachstelle präsentiert sich die Anpassungsfähigkeit der Systeme. Sie wird von etwa einem Drittel für nur zufriedenstellend gehalten. 41 Prozent der Unternehmen haben bisher eine servicebasierte Software implementiert und fast zwei Drittel (60 Prozent) nutzen Webdienste zur partiellen Überbrückung starrer IT-Systeme.

Erwartungen an künftige Systeme
Von ihren künftigen Systemen erwarten die Unternehmen vor allem, dass die Prozesseffizienz verbessert wird (96 Prozent) und die Systeme mit deutlich geringerem Wartungs- und Pflegeaufwand (94 Prozent) verbunden sind. Aber auch die Fähigkeit zu flexibleren Anpassung (91 Prozent) sowie eine Unterstützung von Web-Services, integrierte Prozessoptimierungswerkzeuge, Skalierbarkeit und ein Webzugriff auf die Anwendungen stehen bei rund zwei Dritteln auf der künftigen Wunschliste. Derzeit planen 40 Prozent der Umfrageteilnehmer die Einführungen von BPM-Lösungen binnen der kommenden Monate. 34 Prozent wollen in naher Zukunft in SOA investieren und 42 Prozent haben „Planung und Steuerung“ fix in ihren Investitionsplanungen. 

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