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Mangelnde Flexibilität bei der Bereitstellung von IT-Arbeitsplätzen

26.05.09

Die flexible Bereitstellung oder Veränderung benutzerindividueller IT-Arbeitsplätze lässt in der Praxis deutlich zu wünschen übrig, wie eine Erhebung des Beratungshauses Centracon ermittelte. Danach ist nur jedes siebte Unternehmen in der Lage, Clients für die Mitarbeiter kurzfristig mit den aufgabengerechten Anwendungen und Diensten zu versehen. In knapp einem weiteren Viertel der Firmen kann dies zumindest mit Einschränkungen erfolgen. 64 Prozent der über 300 befragten IT-Verantwortlichen verneinen hingegen, dass sie dabei ein hohes Maß an Flexibilität an den Tag legen können.

„Angesichts der heutzutage allerorts recht hohen Veränderungsdynamik in den Unternehmen erweist sich dies als Hemmschuh“, urteilt Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards. Er verweist darauf, dass die organisatorischen Verhältnisse der Firmen einem ständigen Wandel unterliegen. „Mal bekommt die Abteilungsstruktur einen neuen Zuschnitt, mal werden Funktionen zentral konsolidiert und mal auf andere Standorte verlagert. Die Mitarbeiter müssen dann immer kurzfristig eine Arbeitsplatzumgebung an ihrem neuen Einsatzort vorfinden, die hinsichtlich der Anwendungen und Services präzise ihrem individuellen Bedarf entspricht.“ Deshalb bestehe hier die zentrale Herausforderung vor allem darin, die Veränderungsprozesse schnell und flexibel gestalten zu können.

Davon scheinen die Unternehmen aber noch ein gutes Stück entfernt zu sein. Denn als hauptsächliche Flexibilitätsbremse hat die Studie ermittelt, dass in zwei Dritteln der Firmen zu starre Arbeitsplatzkonzepte bestehen. Außerdem führen 59 Prozent der IT-Manager technische Zwänge als Grund an, aber auch bei der Standardisierung der IT-Prozesse und der Einrichtung umfassender Service-Kataloge weisen die Anwenderbetriebe noch Handlungsbedarf auf.

„Einen wesentlichen Schritt zu mehr Flexibilität und Endgeräte-unabhängigen Konzepten können die Unternehmen durch Nutzung der heutigen Technologien wie der Client- und Anwendungsvirtualisierung machen“, weist Gerhards den Weg. Denn durch eine damit verbundene Entkopplung der Anwendungen vom Betriebssystem und den Desktops könnten die herkömmlich starren Arbeitskonzepte aufgebrochen werden. „Damit entzieht man sich den Fesseln technischer Zwänge der Infrastruktur, außerdem kann auf diese Weise auch dem wachsenden Bedarf an mobilen Arbeitsplätzen entsprochen werden.“ Der Flexibilitätseffekt bestehe darin, dass mittels der Virtualisierung modulare Services angeboten werden können. Zudem lasse sich über Workflows bis hin zu Selfservices ein hoher Automatisierungsgrad bei den Systemen und Prozessen schaffen. „Der Nutzen besteht für die Unternehmen in der Kombination von Flexibilität und Automatisierung“, betont Gerhards.

Noch ist ein solcher Ansatz in den Unternehmen aber zu wenig bekannt. Denn 56 Prozent der befragten IT-Manager geben in der Centracon-Erhebung an, dass es ihnen noch an einem Realisierungsmodell zur Flexibilisierung der IT-Arbeitsplätze mangelt.

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