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Manuelle Auftragsabwicklung in Europa vorherrschend

18.10.07

Sterling Commerce, ein Tochterunternehmen von AT&T, hat heute die Ergebnisse einer Umfrage bekannt gegeben, an der sich mehr als 300 europäische IT-Manager aus Großbritannien, Deutschland und Frankreich beteiligt haben. Die vom Vanson Bourne durchgeführte Befragung zeigt auf, dass durchschnittlich 3,4 von 100 Bestellungen falsch verarbeitet werden und den europäischen Unternehmen somit Kosten in Höhe von 39 Euro pro Bestellung entstehen. Deutschland rangiert mit einer Fehlerquote von 4,25 pro 100 Bestellungen auf Platz zwei hinter Frankreich. Hauptursache sind fehlerhafte, manuelle Datenverarbeitungen. Ein Unternehmen, das durchschnittlich eine Million Bestellungen am Tag verarbeiten muss, handelt sich durch Bearbeitungsfehler versteckte Kosten von mehr als 16 Millionen Euro jährlich ein.

Trotz wachsender Komplexität der Supply Chain und zunehmender Globalisierung nutzen immer noch acht von zehn europäischen IT-Managern manuelle Kommunikationsmittel wie E-Mail oder Fax, um die Daten mit den an der Wertschöpfungskette beteiligten Partnern auszutauschen. Durch  die händischen Datenübertragungen entstehen nicht selten Fehler, die sich in ernstzunehmenden Umsatzeinbußen niederschlagen. Nur etwa die Hälfte der europäischen Unternehmen kommuniziert elektronisch mit Kunden und Lieferanten. Eine Vorreiterrolle hierbei nimmt Deutschland ein: Im Vergleich zu England (47 Prozent) und Frankreich (44 Prozent) tauschen 59 Prozent der deutschen Befragten Dokumente elektronisch aus. Auch beim Datenaustausch via Value Added Networks (VANs) ist Deutschland mit 41 Prozent führend.

Die Umfrage zeigt zudem auf, dass die Unternehmen noch Schwierigkeiten haben, IT-Systeme von externen Supply Chain-Partnern zu integrieren. Dies erschwert den automatisierten Bestellungsaustausch und die Datenverarbeitung wesentlich. Zudem betrachten die Befragten - besonders in Deutschland - die Integration von Backend-Systemen in Bezug auf die Kommunikation mit Handelspartnern als dringend erforderlich. Auch die Übertragung der Kunden- und Lieferantenaufträge über EDI-Protokolle gewinnt zunehmend an Bedeutung.

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