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Mittelständler bleiben weltweit optimistisch

20.09.11

Allen Widrigkeiten zum Trotz: die Stimmung im Mittelstand ist weltweit betrachtet ungetrübt. Dieses Ergebnis brachte nun der zweite Sage Business Index ans Licht, in dessen Rahmen rund 10.000 Mittelständler aus elf Ländern befragt wurden.
Zu den künftigen Aussichten für das eigene Unternehmen befragt, gab die Mehrheit an, positiv in die Zukunft zu Blicken. So stieg der Indexwert von Februar bis August 2011 von 56,5 auf 57,9 Punkte. Mit einem Indexwert von 59,4 Punkten war der hiesige Mittelstand positiver gestimmt als in den anderen Ländern, obwohl sich der Indexwert seit Februar (61,6 Punkte) verschlechterte. Dennoch gaben knapp zwei  Drittel (61 Prozent) der deutschen Betriebe an, insgesamt positiver in die kommenden sechs Monate zu blicken. 16 Prozent sehen künftig keine Veränderungen und nur ein Viertel blickt weniger zuversichtlich in die nahe Zukunft. Laut dem Sage-Index sind die mittelständischen Betriebe in Malaysia, Singapur und Südafrika am zuversichtlichsten.

Zuversicht in die globale und nationale Wirtschaft sinkt
Gesamtwirtschaftlich betrachtet schwindet die Zuversicht. So sanken die Werte weltweit von 52,1 auf 44,5  Indexpunkte. Die Unternehmen in Großbritannien und den USA waren am pessimistischsten. In Deutschland sank der Index von 71,8 Indexpunkten auf 54,1 Punkten.

Zusätzliche Stellen geschaffen
Etwa ein Viertel aller weltweit befragten Unternehmen (35 Prozent) gab an, in den vergangenen sechs Monaten neues Personal eingestellt zu haben. Bei etwas mehr als der Hälfte der Umfrageteilnehmer blieb die Belegschaft konstant. Stellenstreichungen gab es laut Sage-Index in nur 12 Prozent der befragten Unternehmen. Rund ein Viertel der spanischen Unternehmen hat Personal abgebaut. In Südafrika und Großbritannien meldeten rund 15 Prozent der Unternehmen Stellenstreichungen.

Mehr Umsatz erzielt
Auf die wirtschaftliche Entwicklung angesprochen gaben mehr als ein Drittel der weltweiten mittelständischen Unternehmen an, den Umsatz binnen der letzten sechs Monate gesteigert zu haben. Bei weiteren 34 Prozent blieb er stabil und nur 23 Prozent haben rückläufige Umsätze verzeichnet. Länderweit betrachtet lief es für die spanischen Unternehmen am wenigsten rund: hier meldeten etwa 43 Prozent der Befragten Umsatzeinbußen. In Großbritannien waren es 30 und in den USA 26 Prozent. Grund zu jubeln gibt es hingegen in den Unternehmen aus Malaysia und Singapur. Hier verzeichneten 53 der befragten Unternehmen Umsatzzuwächse. In Österreich waren es 46 Prozent und in Südafrika 42 Prozent. Blendend läuft es laut dem Sage-Index für die hiesigen Mittelständler. Bei 60 Prozent blieb das Personal stabil und sieben Prozent stellten neue Mitarbeiter ein. Zudem konnten 79 Prozent der kleinen und mittelständischen Unternehmen ihren Umsatz steigern.

Rohstoff- und Energiekosten bereiten Sorgen
Großes Kopfzerbrechen haben den Unternehmen im zurückliegenden Halbjahr die Rohstoff- und Energiekosten bereitet. Knapp die Hälfte (47 Prozent) der Befragten musste anziehende Preise hinnehmen. Sorgen bereitet den Unternehmen auch die Kundenakquise und die Erschließung neuer Märkte (43 Prozent). Das Halten des Umsatzniveaus oder gar die Steigerung stellten 42 Prozent vor eine Hürde und im kommenden Jahr werden diese Themen laut Sage-Index wieder eine große Herausforderung für die mittelständischen Unternehmen sein.

Als problematisch erweist sich  das hohe Maß an Bürokratie und Rechtsvorschriften (54 Prozent). Der Umgang der Regierung mit der weltweiten Wirtschaftslage wird von 41 Prozent moniert. In Sachen Bürokratie stellen die Mittelständler dem Wirtschaftsstandort Deutschland schlechte Zeugnisse aus: für 62 Prozent ist dies der größte Hemmschuh. Dabei wird das Steuerrecht von 76 Prozent der deutschen Mittelständler als der belastendste Bürokratiefaktor betrachtet, gefolgt von personal- und arbeitsrechtlichen Auflagen (43 Prozent) sowie Auftragsvergabe-/Ausschreibungsverfahren für öffentliche Aufträge (22 Prozent). (BD)

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