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Prozess-Hürden bei einer Firmenübernahme

18.01.11

Wenn zwei Unternehmen miteinander verschmolzen werden sollen, stehen die IT-Abteilungen vor einer Mamutaufgabe. Neben den IT-Systemen müssen auch die Datenbanken zusammengeführt werden. Der Lösungsanbieter für das Prozessmanagement Inspire Technologies und das auf Beteiligungsmanagement spezialisierte Unternehmen Participa Solutions haben fünf Hindernisse auf dem Weg zur einheitlichen IT identifiziert:

Datenverschwendung: Im Zuge des Kaufprozesses entstehen in den unterschiedlichen Abteilungen der beiden Unternehmen Daten, die oft in virtuellen  oder physischen Datenräumen zusammengetragen werden. Ist der Prozess einmal abgeschlossen, verkommen die Daten all zu häufig und bleiben ungenutzt.

Dateninkonsistenz: Dateninkonsistenzen existieren auch auf der technischen Ebene.  Dies kann bei der Zusammenführung Probleme bereiten. Ebenso gilt es, bedingt durch kulturelle Unterschiede, ein Augenmerk auf die Interpretation und die Erhebung zu werfen.
Unternehmensübergreifende Arbeitsabläufe: das Gros der Prozesse wird vor der Übernahme in den beteiligten Unternehmen unterschiedlich gehandhabt.  Die Notwendigkeit, auch einfache Vorgänge über die ehemaligen Unternehmensgrenzen hinaus neu zu definieren, wird in den meisten Fällen lang diskutiert. Für die IT ist es eine Herausforderung, neue Kollegen und Firmenteile effizient einzubinden, da nicht selten auf unterschiedliche Software gesetzt wird.

Reporting: auch im betrieblichen Meldewesen steckt der Teufel im Detail der gewachsenen Unternehmensstrukturen, die sich nicht übertragen lassen.  Bestehende Prozesse müssen angepasst, Strukturen verändert oder völlig überarbeitet werden, um die Reportings auf hohem Niveau zu halten. Laut den Autoren ist hier eine zentrale Unternehmensdatenbank der Erfolgsgarant.
 
IT-Strategie: In der Praxis ist es kaum möglich, einem übernommenen Unternehmen die IT-Strategie überzustülpen. Der Grad an Komplexität macht Kompromisse notwendig, die nicht selten in der Diskussionsfalle landen. Um den Gesprächsbedarf zu reduzieren, wird Unternehmen der Einsatz einer zentralen Business Process-Managementplattform empfohlen, die bei der langfristigen Konsolidierung unterstützt und kurzfristig eine einheitliche IT-Struktur schafft.  

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