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Prozessindustrie setzt auf MES-Lösungen

01.09.08

Die Unternehmen in der Prozessindustrie wollen zur Optimierung ihrer Produktivität verstärkt auf MES-Lösungen setzen. Wie eine Erhebung des Softwarehauses FELTEN GmbH ermittelt hat, erwarten sie durch den Einsatz oder den Ausbau dieser Manufacturing Execution Systeme einen Produktivitätsgewinn von durchschnittlich über 25 Prozent. MES-Lösungen stellen ein Bindeglied zwischen den Business- und Produktionsprozessen dar. Mit dieser Integration wird erreicht, dass die Produktionssteuerung auf zeitnahe Plandaten zugreifen kann. Als Konsequenz entstehen geringere Ausfallzeiten, Fehlproduktionen oder Qualitätsmängel und wird unnötiger Materialverbrauch werden vermieden.

Nach den Ergebnissen der FELTEN-Studie steht der Markt für MES-Lösungen vor einer blendenden Zukunft. Drei von zehn der über 300 befragten Unternehmen der Prozessindustrie messen ihnen eine hohe oder sogar sehr große Bedeutung für eine Optimierung der Produktivität bei. Lediglich sieben Prozent sind gegensätzlicher Meinung. Diese mehrheitlich positive Einschätzung deckt sich auch mit den Erwartungen an die Produktivitätseffekte der MES-Systeme: Jedes zweite Unternehmen in der Prozessindustrie bewertet den Effizienzgewinn mit 30 Prozent und mehr, ein Drittel der Produktionsverantwortlichen sieht ihn in der Größenordnung von etwa 20 Prozent. Durchschnittlich beläuft sich der kalkulierte Vorteil auf 27 Prozent.

Vor diesem Hintergrund planen nach den Ergebnissen der FELTEN-Erhebung ein Drittel der Unternehmen in der Prozessindustrie, innerhalb der nächsten zwei Jahre ihr Engagement in MES-Systeme zu erweitern oder erstmalig eine solche Lösung einzusetzen. Weitere 24 Prozent tragen sich mit ähnlichen Absichten, ohne jedoch schon endgültige Entscheidungen getroffen zu haben. Dagegen stellt der Kreis der Unternehmen, die gegenwärtig MES-Investitionen definitiv ausschließen, mit 28 Prozent eine deutliche Minderheit dar.

Hinter dieser zunehmenden Verbreitung der MES-Lösungen sieht Werner Felten, Geschäftsführer des gleichnamigen Softwarehauses, eine logische Entwicklung: „Der erhebliche Nutzen von MES ist heute unbestritten“, urteilt er. Dies bestätigt beispielsweise auch Dr. Thomas Grüterich, Projektmanager Produktionstechnik bei Boehringer Ingelheim microParts. Seinen Erfahrungen zufolge unterstützen solche Lösungen darin, „die Verlustquellen innerhalb der Produktionskette von vornherein zu eliminieren und den Produktionsdurchsatz effizient zu steigern.“ Dies führe zu deutlich spürbaren wirtschaftlichen Effekten: „Schon nach kurzer Zeit konnte die Software einen schnellen Return on Investment unter Beweis stellen“, erläutert Dr. Grüterich.

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