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Reports müssen verständlicher werden

09.07.10

Unverständliche Reports mit ihren oft langen Datenkolonnen führen nach Auffassung des Beratungshauses coretelligence zu erheblichen Entscheidungsrisiken. „Zahlen haben keinen ausreichenden Nutzen, solange sie sich nicht im richtigen Kontext des entsprechenden Problem- oder Handlungsfeldes interpretieren lassen“, problematisiert coretelligence-Geschäftsführerin Marianne Wilmsmeier. Noch mehr sei der Blick für angemessene Rückschlüsse und Bewertungen versperrt, wenn der Entscheider mit einer hohen Komplexität an abstrakten Zahlen konfrontiert werde. „Business Intelligence-Systeme ermitteln heutzutage zwar eine immer größere Vielzahl an Kennzahlen, eine notwendige Aussagekraft wird dadurch aber nicht gewährleistet“, urteilt sie. Im Gegenteil bestehe die große Gefahr, dass sich die Benutzer in dem Zahlendickicht verirren, zumal sich aus den reinen Zahlen eine Unmenge an Interpretationsvarianten, aber keine Entscheidungen ableiten lassen.

Eine ähnliche Auffassung vertritt Leontine Wratschko, Director Corporate Controlling bei der Agrana Beteiligungs AG. Das Unternehmen ist Weltmarktführer bei Fruchtzubereitungen und mit über 50 Produktionsstandorten in fünf Kontinenten international aktiv. Sie wünscht sich Kennzahleninformationen, die nach dem Einfachheitsprinzip des iPhone funktionieren. „Reports sollten genauso intuitiv nutzbar sein wie Apps auf einem iPhone“, beschreibt sie ihre Vorstellungen. Doch das allein würde nicht reichen, um zu nützlicheren Kennzahleninhalten zu gelangen. Vielmehr sollten sich die Reports auch von ihren üblichen „Zahlenfriedhöfen“ verabschieden und stattdessen das Augenmerk auf entscheidungsrelevante Informationen legen. „Die Praktikabilität und Aussagekraft der herkömmlichen Managementinformationen lässt noch sehr zu wünschen übrig und ruft nach neuen Ansätzen.“

Diesen Erfordernissen begegnet die Methode des Kennzahlen-Profiling. Dahinter verbirgt sich ein neuer methodischer und toolfreier Ansatz, den Kennzahlen in ihren diversen Anwendungsbereichen eine deutlich höhere Aussagekraft zu verleihen. Dabei werden die Hintergründe und Wirkungsverhältnisse der Kennzahlensystematiken transparent und in ihren Zusammenhängen und Beziehungsstrukturen verständlich gemacht. Reports, die eine entscheidende Komponente als Informationsträger darstellen,  erhalten mit dem Kennzahlen-Profiling ein völlig neues Gesicht. Informationsergonomie, Perspektivenwechsel, Wirkungsdynamik, Kontextrelevanz sind nur einige Themen, die in einem Inhaltskonzept für Kennzahlen bzw. Reports zum Tragen kommen müssen, möchte man dem Anspruch an Entscheidungsunterstützung gerecht werden.

„Wichtig ist, die isolierte Betrachtung der Kennzahlen aufzulösen, ihre tatsächliche, facettenreiche Aussagekraft herauszuarbeiten und Analyseprozesse mit den notwendigen Interpretationshilfen zu unterstützen“, beschreibt Wilmsmeier die Zielsetzung. „Dies verleiht den Reports und damit auch den Entscheidungsprozessen eine ganz neue Qualität.“

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