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Ropardo-Erhebung: Mangel an bedarfsgerechten Methoden und Tools beeinträchtigt strukturiertes Vorgehen

10.05.07

Viele Unternehmen sehen sich bei ihrem Projektmanagement in einer Komplexitätsfalle, weil die Maßnahmen im Verlauf der letzten Jahre deutlich vielfältiger und umfangreicher geworden sind. Als Folge erwarten sie überproportional wachsende Erfolgsrisiken, zumal erst wenige Anwender ausreichende Tools und Methoden für das Multiprojektmanagement nutzen. Diese Ergebnisse ermittelte das Beratungshaus Ropardo AG in einer Erhebung unter 447 Mittelstands- und Großfirmen.
Danach urteilen 52 Prozent der befragten IT-Manager, dass die Komplexitätsbedingungen im Projektmanagement zuletzt „stark gestiegen“ sind. Ein zusätzliches Viertel hat eine mittlere Zunahme festgestellt. Lediglich für etwa jedes fünfte Unternehmen ist dagegen die Situation relativ konstant geblieben und nur eine Minderheit von 13 Prozent registrierte eine Verringerung der Anforderungen.
Weitgehende Einigkeit herrscht bei den IT-Verantwortlichen hinsichtlich der Konsequenzen der veränderten Projektverhältnisse. Der Studie zufolge sieht sich deutlich mehr als jeder Zweite in der Schwierigkeit, dass die Erfolgsrisiken der Projekte überproportional zur wachsenden Zahl und Größe der Maßnahmen steigen. Etwas weniger kritisch, aber trotzdem nicht unproblematisch, beurteilen weitere 33 Prozent die Situation. Sie sind der Auffassung, dass die Risikoquote parallel zur Komplexitätsentwicklung zunimmt. Nur 11 Prozent sehen hierbei keine direkten Zusammenhänge und bestreiten, dass der Umfang von IT-Maßnahmen zwangsläufig Einfluss auf den Projekterfolg haben muss.
Trotz der deutlich gestiegenen Anforderungen werden allerdings erst in wenigen Unternehmen angemessene Tools und Methoden für das Multiprojektmanagement eingesetzt. 53 Prozent der befragten Unternehmen sehen hier einen deutlichen Nachholbedarf, während man in fast jedem vierten Fall mit ausreichenden, aber keineswegs optimalen Mitteln den immer umfassenderen Projektbedingungen Herr zu werden versucht. 22 Prozent der Firmen haben laut der Ropardo-Erhebung keinen Grund, über ihr Multiprojektmanagement zu klagen.
„Es entsteht einerseits offenbar eine stetig wachsende Schere zwischen den immer umfangreicheren Projektvorhaben und andererseits den Methoden für die gleichzeitige Steuerung einer steigenden Menge an Projekten mit ihren meist zahlreichen Teilprojekten“, bewertet Axel Brand, Vorstand der Ropardo AG, die Ergebnisse. Dadurch sei meist kein effizienter Einsatz der Ressourcen möglich, leide die Qualität der Projekte und komme es zu Verzögerungen. „Das führt unter dem Strich regelmäßig zu einer deutlichen Verteuerung der betreffenden IT-Vorhaben“, weiß er aus seiner Beratungspraxis. „Dieses Problem lässt sich nur vermeiden, wenn die Werkzeuge und Verfahrensweisen den immer komplexeren und dadurch sehr risikobehafteten Projektvorhaben angepasst werden“, urteilt Brand.

Wie haben sich in den letzten Jahren die Anforderungen im Projektmanagement aufgrund der Vielfalt und des Umfangs der IT-Maßnahmen entwickelt?
- stark gestiegen: 52%
- etwas gestiegen: 17%
- relativ konstant geblieben: 18%
- sinkende Anforderungen: 13%
(n = 447 Unternehmen über 50 Mio. € Umsatz; Quelle: Ropardo AG)

Welches Verhältnis besteht nach Ihren Erfahrungen zwischen der Komplexität im Projektmanagement und dem Erfolg der Einzelprojekte?
- Erfolgsrisiken steigen proportional zur Komplexität: 33%
- Erfolgsrisiken steigen überproportional mit der Komplexität: 56%
- Komplexität mindert nicht zwangsläufig den Projekterfolg: 11%

Verfügen Sie über anforderungsgerechte Methoden und Tools für das Multiprojektmanagement?
- ja oder weitgehend: 22%
- ausreichend, aber nicht optimal: 25%
- es besteht ein deutlicher Optimierungsbedarf: 53%

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