Aktuelle Praxishilfen:
Ganzheitlich digitale Rechnungsprozesse
In der Praxishilfe werden die kritischen Faktoren in der gegenwärtigen Realität
... [mehr]Fitness-Check der IT-Infrastruktur
Die Praxishilfe untersucht die Leistungsbedingungen anhand von zehn zentralen Me
... [mehr]Auswahl des IT-Providers nach der Service-Qualität
Anhand der Praxishilfe können die Anwender unter dem Gesichtspunkt der Service-Q
... [mehr]Analyse der internen IT-Service-Qualität
Im Wettbewerb kommt nicht nur den IT-Technologien, sondern auch der Qualität der
... [mehr]Anforderungsanalyse ECM
Die Praxishilfe beschäftigt sie sich insbesondere mit den zentralen Nutzenaspekt
... [mehr]Serview erwartet schnelle Durchsetzung des neuen Governance-Regelwerks
Die Unternehmens- und IT-Strategien sind in den meisten Fällen nur wenig miteinander verzahnt. Laut einer Studie im letzten Jahr besteht bei nur 13 Prozent eine sehr enge und lediglich bei weiteren 18 Prozent eine enge Abstimmung zwischen den Business-Zielen und der IT-Ausrichtung. Nach Ansicht des Beratungshauses Serview zeigt sich aber mit einem neuen ISO-Standard Licht am Horizont. „Damit die IT-Abteilungen und ihre Verantwortlichen eine Hilfestellung für ihre angemessene Positionierung im Unternehmen finden können, hat die Standardisierungsbehörde letztes Jahr den internationalen Standard ISO/IEC 38500:2008 ‚Corporate Governance in Information Technology‘ entwickelt“, erläutert Dr. Gisela Böndgen, Business Consultant bei Serview. Er zielt darauf ab, die Corporate Governance als den entscheidenden Schlüssel für eine leistungsfähige und akzeptanzstarke Nutzung der IT in den Firmen wie öffentlichen Institutionen nachhaltig zu etablieren.
Zur Gestaltung der Corporate Governance sieht die ISO/IEC 38500 sechs Prinzipien vor, die als Entscheidungsbereiche für die Management-Prozesse relevant sind:
1. Responsibility: Im Topmanagement soll die erforderliche Wahrnehmung der IT-Belange geschaffen werden.
2. Strategy: Es gilt die unternehmensstrategischen Planungen mit Blick auf die IT-Potenziale zu erweitern und die IT-Strategie aus den Unternehmensstrategien abzuleiten.
3. Acquisition: Die Gestaltung der IT-Budgets muss im Rahmen transparenter Entscheidungsprozesse konsequent am Bedarf orientiert werden.
4. Performance: Die IT-Services sind in präziser Anlehnung an die Anforderungen der Fach- und Organisationsbereiche zu gestalten.
5. Conformance: Die IT muss mit allen rechtlichen Vorgaben, Normen, internen Standards usw. konform gehen.
6. Human Behaviour: Es ist in den IT-Konzepten den Bedürfnissen der internen und externen IT-Benutzer eine hohe Aufmerksamkeit beizumessen.
Allen sechs Prinzipien werden von der ISO/IEC 38500 jeweils drei Funktionen zugeordnet, so dass eine Matrix mit 18 Leistungsfeldern entsteht:
• Bewertung: Kontinuierliche Beurteilung des Einsatzes der IT.
• Leitung: Steuerung der Business-gerechten Fokussierung der IT-Maßnahmen.
• Kontrolle: Systematische Überwachung der Regelkonformität und Leistungsfähigkeit der IT.
„Wir haben keinen Zweifel, dass sich in der Praxis dieses Regelwerk für eine Corporate Governance sehr schnell durchsetzen wird, weil ein erheblicher Bedarf an einem klaren Ordnungsrahmen besteht“, zeigt sich Dr. Böndgen sehr optimistisch. Dies würden auch die ersten Signale aus dem Markt belegen. So fanden erste Veranstaltungen von Serview zur ISO/IEC 38500 einen sehr großen Zuspruch. „Obwohl das Thema bislang kaum in der Öffentlichkeit diskutiert wurde.“
