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Soziale Netzwerke – wer ist der Platzhirsch

26.08.09

Soziale Netzwerke stehen hoch im Kurs. Nicht nur im Business Bereich sondern vor allem im privaten Bereich haben sich facebook und Co. inzwischen zu einem festen Bestandteil kommunikativen Verhaltens entwickelt. Reichte früher eine Visitenkarte aus, darf es heute elektronisch sein und der Nutzerwachstumspfeil zeigt immer nach oben. So verkündete Mark Zuckerberg in einem Interview, dass sein Unternehmen facebook trotz Wirtschaftskrise beabsichtigt, bis zu 500 Arbeitskräfte neu einzustellen. Aber facebook ist nicht der einzige Anbieter und so langsam wird die Luft dünn für die Portale, die ihren Umsatz über Werbung und Nutzerzahlen (Reichweite) erzielen. So buhlen Portale wie wer-kennt-wen, myspace oder die Angebote der Holtzbrink-Tochter VZ-Gruppe um die Gunst der Netzwerker. Denn die Krone des reichweitenstärksten Sozialen Netzwerkes ist bares Geld wert. Sei es durch Werbung oder bei einer möglichen Veräußerung.  Studien geben dem Konkurrenzkampf der Anbieter recht. Denn die Consultants von PricewaterhouseCoopers  ermittelten in einer Befragung, dass sich die Nutzer langfristig an die Portale binden. Dieses Treue-Verhalten wird nach Marktsättigung und stagnierenden Nutzerzuwächsen zu einer Konsolidierung der Anbieterlandschaft führen. Prall gefüllte „Kriegskassen“ werden dann von Nöten sein, um langfristig überleben zu können. Interessant scheint vor diesem Hintergrund auch die Information, dass sich die studiVZ Ltd in VZnet Netzwerke Ltd. umfirmiert. Vordergründig klingt die Begründung des CEO Markus Berger-de León nachvollziehbar. So sei das Ziel, deutlich zu machen, dass drei Netzwerke unter dem Namen zu finden seien. Kürzlich schrieb Holger Schmidt im FAZ.net-Blog, dass Nielsen Reichweiten von sozialen Netzwerken veröffentlicht habe, denen zufolge die Reichweiten-Krone für Deutschland mit 6,16 Millionen Unique-Usern an Facebook geht. Doch zu früh gebrüllt Löwe – denn addiert man die unterschiedlichen Benutzer der Portale StudiVZ (4,28 Millionen), SchülerVZ (3,55 Millionen) und MeinVZ (3,30 Millionen) zusammen, dürfte die Krone wieder wechseln.

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