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Starke Nachfrage nach Lösungen für Business Intelligence

08.06.11

Laut aktueller SoftTrend-Studie BI Software 2011 sind Business Intelligence-Lösungen (BI) das am stärksten wachsende Segment im Bereich der Unternehmenssoftware. Mit anziehender Konjunktur in der DACH-Region spricht die Technologie-Beratung SoftSelect gar von einem Boom im BI-Segment. Unternehmen aller Branchen und Größenordnung investieren derzeit in moderne Lösungen für die Unternehmenssteuerung. Die Studienautoren begründen den „Run“ auf die BI-Lösungen einerseits mit den geringeren Anschaffungskosten und den Kreditvergabeprozessen auf der Seite der Banken, die schnell verfügbare und verlässliche Kennzahlen durch den Einsatz entsprechender Lösungen fordern.

Industrieller Sektor führend
Die stärkste Verbreitung von  BI-Lösungen ist nach wie vor im industriellen Sektor zu finden. In einer parallel durchgeführten DACH-Studie gaben knapp drei Viertel der Industrieunternehmen an, die Daten mittels BI-Systemen zu erheben oder BI-Funktionen der ERP-Systeme hierfür zu nutzen. Potenzial sieht die Technologie-Beratung indes noch in der Dienstleistungsbranche mit ihren überwiegend kleineren Unternehmen. Die Lösungsanbieter haben dieses Potenzial erkannt und versuchen über spezielle Angebote für kleinere Unternehmen und Einzelplatzlösungen ihre Lösungen abzusetzen. 

Einsatzgebiete für BI-Lösungen verwandeln sich
Immer mehr Firmen wollen nicht mehr ausschließlich über Reports über den Stand der Dinge in den Unternehmen informiert werden, sondern die Lösungen aktiv zur effizienteren Steuerung des Geschäftsalltages nutzen. Dies haben auch die Lösungsanbieter erkannt und entwickeln ihre BI-Tools immer mehr in Richtung umfangreiches und dynamisches Controlling-Instrument. Laut SoftSelect eignen sich eine Vielzahl der untersuchten Lösungen für Analysen und Simulationen oder für die Finanz- und Absatzplanung. Daneben können auch Investitionen und Personalkosten mit Hilfe der meisten BI-Tools gesteuert werden. Selbst Managementmethoden wie die Balanced Scorecard werden laut SoftSelect zunehmend unterstützt und durch BI darstellbar gemacht.

SaaS-Angebote wachsen
Nahezu alle Hersteller bieten ihre Produkte in der klassischen Inhouse-Variante an. 41 Prozent der untersuchten BI-Tools können inzwischen auch als Software as a Service (SaaS) bezogen und 49 Prozent als Application Service Providing (ASP) bereitgestellt werden. Planbare, kontinuierliche Umsätze für Miete, Hosting, Wartung und Support sowie die leichte Skalierbarkeit sind begünstigenden Faktoren, die eine Verbreitung der On Demand-Modelle in der Zukunft unterstützen werden. Dennoch hinkt der Anteil der Mietmodelle bei BI-Lösungen den Werten anderer Unternehmenssoftware hinterher. Laut SoftSelect begegnen die IT-Entscheider den SaaS-Lösungen mit Vorbehalten. Gerade im Bereich der BI-Lösungen ist diese Skepsis besonders ausgeprägt, da hier die zentralen und teils sensiblen Informationen verwaltet werden. Für viele Entscheider ist die Gefahr zu groß, die Kontrolle über die eigenen Daten zu verlieren und sich in die Abhängigkeit eines Dritten zu begeben.

Dauerthema Datenqualität
Für Michael Gottwald, Geschäftsführer der SoftSelect GmbH, ist der entscheidende Erfolgsfaktor einer BI-Lösung die Qualität der zugrunde liegenden Daten. „Gute Daten verfügen über eine einheitliche Struktur, sind vollständig, konsistent und korrekt und werden stets auf dem neuesten Stand gehalten“, so Gottwald. Nur wenn diese Kriterien erfüllt würden, könne das BI-System verlässliche Daten liefern. „Eine schlechte Datenbasis hingegen liefert falsche Ergebnisse und kann somit fatale Fehlentscheidungen begünstigen“, schlussfolgert er. (BD)

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