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Steria Mummert Consulting wagt den Blick in die TK-Zukunft

09.10.09

Für den Telekommunikationsmarkt hat Steria Mummert Consulting in die Glaskugel geschaut und sieht Veränderungen in der Umsatzstruktur der hier tätigen Unternehmen. So werden die Netzbetreiber hierzulande 2013 rund die Hälfte ihrer Umsätze abseits des klassischen Telefonats erzielen. Bereits stellen sich die großen TKler mit Medien- und Entertainmentinhalten als Content-Anbieter neu auf. Daneben sieht Steria Mummert Consulting einen Trend hin zu einem Mix von Multimedia-Diensten auf IP-Basis. Mit Wachstum ist nach Meinung von Steria Mummert Consulting im kommenden Jahr bei denjenigen Anbietern zu rechnen, die innovative Mehrwertdienste für Endkunden im Gepäck haben, vorausgesetzt es wird schneller und günstiger als beim Wettbewerb gliefert. In den Augen der Consultants bringen sich die großen Telekommunikationsanbieter hierfür in Stellung, indem sie die Festnetz- und Mobilfunksparten zusammenführen.

Umsatzstrukturen ändern sich
Ziel der Anbieter ist es, das rückläufige Geschäft mit Gesprächseinheiten zu kompensieren, da das ursprüngliche Kerngeschäft binnen der letzten vier Jahren abbröckelt. Nach Einschätzung von Steria Mummert Consulting wird im kommenden Jahr der mit Festnetz- und Mobilfunkgesprächen erzielte Anteil am Gesamtumsatz nur noch 60 Prozent betragen. Auf der Suche nach neuen Geschäften würden sich die großen Netzbetreiber noch stärker für Produkte von externer Seite öffnen, deutlich häufiger mit IT-Unternehmen zusammenarbeiten, um Endkunden unter der eigenen Marke auch mit Software- und Internetdiensten zu versorgen. Nach Analystenmeinung stehen die Chancen für eine Zusammenarbeit gut. Denn die IT-Unternehmen erlangten hierüber Zugang zu den großen Kundenstämmen der TK-Anbieter. Die Netzbetreiber begegneten hierüber dem gestiegenen Wettbewerb durch Content-Anbieter und Endgerätehersteller, die ihrerseits mit Komplettangeboten auf Kundenfang gingen.

Laut Rolf Loschek, Telekommunikationsexperte bei Steria Mummert Consulting, müssen die Netzbetreiber bei der multimedialen Metamorphose ihre Infrastruktur neu ordnen, unterschiedliche Abläufe harmonisieren, IT-Landschaften miteinander verschmelzen und Begriffswelten vereinheitlichen. Darüber hinaus prognostiziert er, dass die Anbieter in den folgenden drei Jahren größere Teile ihres Budgets in besseren Service, kürzere Produkteinführungszeiten und geringere Transaktionskosten investieren werden.

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