Aktuelle Praxishilfen:
Ganzheitlich digitale Rechnungsprozesse
In der Praxishilfe werden die kritischen Faktoren in der gegenwärtigen Realität
... [mehr]Fitness-Check der IT-Infrastruktur
Die Praxishilfe untersucht die Leistungsbedingungen anhand von zehn zentralen Me
... [mehr]Auswahl des IT-Providers nach der Service-Qualität
Anhand der Praxishilfe können die Anwender unter dem Gesichtspunkt der Service-Q
... [mehr]Analyse der internen IT-Service-Qualität
Im Wettbewerb kommt nicht nur den IT-Technologien, sondern auch der Qualität der
... [mehr]Anforderungsanalyse ECM
Die Praxishilfe beschäftigt sie sich insbesondere mit den zentralen Nutzenaspekt
... [mehr]Steria Mummert Consulting warnt vor SPAM-Anrufen
Zehn Millionen Deutsche nutzten im vergangenen Jahr das Internet für ihre Telefongespräche – 30 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Glaubt man den Prognosen von Steria Mummert Consulting, dürfte dieser Boom kaum an den „Werbetreibenden“ vorbeigehen. Die Berater prophezeien den Nutzern dann auch die nächste Plage. Denn die Internetnutzer bekommen zu den ungewünschten „Produktinformationen“ und nervigen Instant-Messaging-Nachrichten noch ungewollte Spam over Internet Telephony (SPIT). Das Problem: Geeignete Abwehrmaßnahmen sind bisher noch nicht im selben Maß verfügbar, wie bei der E-Mail. Die Entwicklung entsprechender Anti-SPIT-Filter wird die Internet- und Telekommunikationsbranche künftig stärker beschäftigen. Dies ergab nun die Untersuchung „Zukunftsfaktoren 2020“ von Steria Mummert Consulting, die in Zusammenarbeit mit der FutureManagementGroup und Lünendonk durchgeführt wurde.
Sinkende Preise für die Internet-Telefonie werden dafür sorgen, dass sich SPIT in der Zukunft genau so stark ausbreitet wie E-Mail-Spam. Das Medium Internet ermöglicht den SPIT-Absendern, mit Millionen automatisierter Anrufe extrem kostengünstig auf Kundenfang zu gehen. Dies werde die Anzahl an Call-Centern für Werbe-Anrufe rasant wachsen lassen; und die „Branche“ schläft nicht. Bereits heute entwickeln Spammer spezielle Programme und Tools, die derartige Anrufe automatisch abwickeln können.
Auch besteht die Gefahr, dass sich Hacker mit gefälschten Anruferdaten Zugriff zu Kontoinformationen verschaffen. Phishing-Angriffe über VoIP mit gefälschten Teilnehmerinformationen werden wahrscheinlich erfolgreicher sein, als ihr E-Mail-Pendant. Denn Anrufe via Internet mit einer manipulierten Anruferkennung sind derzeit schwierig herauszufiltern. Zudem werden Internetnutzer mangels Kenntnis kaum mit einer Phishing-Attacke rechnen, wenn im Display des VoIP-Telefons Rufnummer und Name des Bankberaters angezeigt wird.
Wirksame Maßnahme gegen SPIT durch den deutschen oder europäischen Gesetzgeber haben nur geringe Erfolgsaussichten. Denn SPIT, genauso wie SPAM, kommt mehrheitlich aus dem Ausland. Die sich derzeit im Aufbau befindlichen Abwehrmaßnahmen stecken jedoch noch in den Kinderschuhen. Durch Blacklists (Ausschlußlisten) können bekannte Spammer aus dem VoIP-Netz verbannt werden. Aber mit dem Anlegen zentral gepflegter Teilnehmerlisten haben die Provider erst begonnen. Computergenerierte SPIT kann zudem durch Vorschalten von interaktiven Komponenten begegnet werden. Hierzu wird der Anrufer zu einer Dateneingabe aufgefordert. Ein SPIT-Erkennungsdienst, der Gesprächsinhalte auf Werbe- oder Phishing-Absichten hin „scannt“ ist nicht möglich, da das Aussortieren vor der Anrufannahme erfolgen muss.
