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Studie: Fertigungsunternehmen weisen hohe Leistungsreserven auf

28.05.08

Die Produktionsprozesse in den deutschen Fertigungsunternehmen verfügen nach einer Erhebung des Softwarehauses FELTEN GmbH über hohe Leistungsreserven. Die auf Selbsteinschätzungen der Firmen beruhende Studie weist aus, dass derzeit in drei von fünf Betrieben weniger als 85 Prozent des Leistungspotenzials ausgeschöpft wird. In nahezu jedem dritten Unternehmen liegt die Effizienzquote sogar deutlich darunter und lediglich 14 Prozent bewerten ihre Produktionsprozesse als nur noch geringfügig optimierbar.

Als Ursache geben die fast 400 befragten Firmen insbesondere eine unzureichende Integration der Fertigungs- und Geschäftsprozesse an. Über zwei Drittel der Betriebe haben dies als ein zentrales Problem festgestellt. Zudem fehlt es bei ähnlich vielen an einer wünschenswerten Durchlaufgeschwindigkeit in den Produktionsabläufen und weist das Ressourcenmanagement Schwächen auf. Auch die Flexibilität der Fertigungssteuerung entspricht bei drei von fünf Unternehmen nicht den Praxisanforderungen. Ebenso reklamieren die Firmen eine hohe Quote an Produktionsfehlern (59 Prozent) und schlechte Integration in die nachgelagerten Prozesse (58 Prozent).

Eine weitere Schwäche besteht nach der FELTEN-Erhebung in jedem zweiten Fall in der unzureichenden Kostentransparenz bei den Fertigungsprozessen. Dagegen schneidet die Termingenauigkeit vergleichsweise gut ab. Sie stellt gegenwärtig nur bei 43 Prozent der Fertigungsunternehmen ein nennenswertes Problem dar.

Als Konsequenz dieser Verhältnisse steht die Optimierung der Fertigungsprozesse für 62 Prozent der Firmen ganz oben auf der Agenda. Ein Drittel misst ihr eine sehr hohe Priorität in den aktuellen unternehmerischen Planungen bei, weitere 29 Prozent weisen den Optimierungsmaßnahmen eine hohe strategische Bedeutung zu. Nur jeder zehnte Produktionsbetrieb sieht derzeit keine Erfordernisse, sich diesem Thema mit großer Aufmerksamkeit zu widmen.

„Die Unternehmen kommen bei ihren Optimierungsabsichten aber kaum noch daran vorbei, MES-Systeme in ihren Vorhaben zu berücksichtigen“, urteilt Werner Felten, Geschäftsführer des Softwarehauses. Denn das Kernproblem unzureichend aktivierbarer Leistungspotenziale sei die fehlende Integration der Business- und Fertigungsprozesse. „Dies bewirkt letztlich, dass die Produktionssteuerung nicht auf zeitnahe Plandaten zugreifen kann. Als Folge führen alle auftretenden Veränderungen zu Störungen, Ausfallzeiten, Fehlproduktionen, Qualitätsmängeln und höherem Materialverbrauch.“ Aber auch die aufgrund einer fehlenden Integration notwendigerweise manuell geprägte Datenübernahme beeinträchtige die Wertschöpfung, erläutert Felten.

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